
Endlich Urlaub und dann existiert das gebuchte Hotel nicht: Urlaub-Scams, Betrugsmaschen bei Buchungen, nehmen immer mehr zu – von Fake-Unterkünften, billigen Flugtickets bis hin zu dubiosen Visum-Seiten und gefälschten Reiseangeboten.
Die Opfer zahlen oft im Voraus und bleiben meist auf leeren Konten oder gestohlenen Daten sitzen. Sicherheitsexperten und Konsumentenschützer warnen vor diesen Betrugsmaschen auf Buchungsplattformen.
So erkennen Sie Betrugsmaschen im Netz
Fake-Unterkunft: Sie suchen im Web eine Unterkunft, schreiben mit dem vermeintlichen Vermieter über WhatsApp hin und her – er will vorab das ganze Geld. Achtung, Sie sind hier auf einen Kriminellen gestoßen, der mit gefälschten Inseraten oder Websites echte Unterkünfte anbietet. Im Urlaubsort erleben Sie dann eine böse Überraschung: Die Unterkunft ist belegt, es gibt keine Reservierung oder sie existiert gar nicht.
Teure Einreise: Für einige Länder, etwa Großbritannien, müssen Sie sich vorab registrieren und ein E-Visum beantragen. Das nutzen unseriöse Anbieter aus. Sie täuschen mit raffinierter Werbung vor, ein offizielles Registrierungsportal zu sein und verlangen weit überhöhte Preise. Zudem geben Sie fragwürdigen Unternehmen Ihre Daten preis.
Überzahlte Tickets: Sie buchen vorab auf gut gereihten Websites Zugtickets, Busfahrten oder Ausflüge – der Preis ist hoch. Achtung, hier sind Sie einem teurem Drittanbieter auf den Leim gegangen.
Datenklau und Phishing mit Weblinks: Die Buchung der Unterkunft oder des Transports hat funktioniert. Sie erhalten eine Nachricht, eine fremde Seite zu öffnen, Ihre Daten herzugeben und alles über Ihre Online-Banking-App zu bestätigen. Dann sind Sie garantiert Opfer von Phishingverbrechern geworden.
So tricksen Sie die Betrugsmaschen aus
Unterkunft prüfen: Wenn Sie eine Unterkunft buchen, suchen Sie konkret nach dieser. Lesen Sie Bewertungsplattformen und schauen Sie ins Impressum. Ein Angebot ist auch unseriös, wenn nach dem ersten Kontakt über die Buchungsplattform alles weitere etwa per WhatsApp abgewickelt wird.
Billigstangebote meiden: Seien Sie gegenüber extrem günstigen Angeboten vorsichtig. Das könnte auch ein Urlaubs-Fake sein.
Keine Vorauszahlung leisten: Zahlen sie vorab kein Geld auf fremde Konten. Überprüfen Sie im Impressum, ob der Anbieter über eine Bankverbindung und eine Registrierung im Handelsregister verfügt.
Offizielle Visa-Seiten: Wenn Sie für die Einreise ein E-Visum brauchen, rufen Sie nur über das Außenministerium offizielle Registrierungsseiten der Länder auf.
Direkt buchen: Informieren Sie sich für Öffi- oder Ausflugs-Tickets bei offiziellen Gesellschaften und buchen Sie direkt dort. Das erspart Ihnen hohe Vermittlungskosten.
Daten schützen: Verlassen Sie bei Zahlungsaufforderungen nie offizielle Websites. Klicken Sie nicht auf einen mitgeschickten Link und geben Sie keine Bankdaten ein. Autorisieren Sie nichts über Ihre Bank-App.
Zahlung stoppen: Stellt sich Ihr Urlaub als Schmäh heraus, kontaktieren Sie Ihre Bank, Kreditkartenfirma oder Zahlungsdienstanbieter – eventuell sind Rückbuchungen möglich.
Kriminelle können einfach Werbeanzeigen auf Suchmaschinen, Social Media und Co. buchen. Das ginge nicht so leicht, wenn Anbieter ihre Vertragspartner sorgfältig prüfen. Die Arbeiterkammer verlangt: Plattformen sollen betrügerische Inhalte oder falsche Inserate schneller entfernen und verdächtige Anbieter blockieren.
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