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Wie reagiert Austrian auf sinkende Treibstoffpreise?

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Austrian Airlines: Wird der Kerosinzuschlag auf den Ticketpreis reduziert?
Die Rohölpreise sind im Sinkflug. Wird der Kerosinzuschlag beim Ticketpreis auch gesenkt? Konsumentenschützer verlangen angesichts niedrigerer Treibstoffkosten auch eine Reduzierung der Ticketpreise (Foto: © Austrian Airlines Group)

Austrian Airlines: Wird der Kerosinzuschlag auf den Ticketpreis reduziert?
Die Rohölpreise sind im Sinkflug. Wird der Kerosinzuschlag beim Ticketpreis auch gesenkt? Konsumentenschützer verlangen angesichts niedrigerer Treibstoffkosten auch eine entsprechende Reduktion der Ticketpreise (Foto: © Austrian Airlines Group)
Der Absturz des Rohölpreises hat Spuren an der Zapfsäule, in Unternehmen und in den Brieftaschen der Autofahrer hinterlassen. Tanken wurde billiger, Autofahrer geben wieder mehr Gas, Geschäftsreisen auf vier Rädern nehmen zu. Aber was ist mit den vor Jahren eingeführten Treibstoffzuschlägen bei den Fluggesellschaften wie zum Beispiel bei der Austrian Airlines? Wird sie die Ticketpreise senken?

Die Kerosinzuschläge machen einen großen Teil des Ticketpreises aus. Der Ölpreis ist seit Sommer 2014 um rund 30 Prozent eingebrochen. Damit ist auch das Flugbenzin billiger geworden. Dies wiederum entlastet die ohnehin unter enormen Kostendruck stehenden Fluggesellschaften erheblich. Für dieses Jahr rechnet der Branchenverband IATA sogar mit zehn Milliarden Euro geringeren Kerosinkosten weltweit.

Und was ist mit den Geschäfts- und Privatreisenden? Kommen auch sie in den Genuss billigerer Flugtickets? Der deutsche Geschäftsreise-Verband VDR fordert eine Anpassung der Kerosinzuschläge aufgrund massiv gesunkener Ölpreise. TRAVELbusiness hat bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines nachgefragt, ob der Treibstoffzuschlag reduziert wird.

Hier das Statement von Austrian Airlines-Pressesprecher Wilhelm Baldia: „Airlines agieren in einer Branche mit hohem Angebot. Daher bilden sich Ticketpreise vor allem über Angebot und Nachfrage. Deswegen führen beispielsweise Steigerungen bei nicht-kontrollierbaren Kosten wie Gebühren von Flughäfen, Flugsicherung, Treibstoff oder Steuern auch nicht zwangsläufig zu höheren Ticketpreisen für den Kunden. Ticketpreise werden vielmehr tagtäglich auf vielen Verbindungen angepasst, um wettbewerbsfähig zu sein.

Austrian Airlines hatte bereits Anfang 2014 den Treibstoffzuschlag in den Internationalen Zuschlag (International Surcharge) überführt. Damit decken wir einen Teil der nicht-kontrollierbaren Kosten.

Wir bewegen uns mit dem Zuschlag in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, dieser ist aus unserer Sicht marktgerecht. Aktuell liegt der Zuschlag zwischen 15 Euro und 50 Euro im Europaverkehr und zwischen 80 Euro und 230 Euro auf Langstreckenflügen abhängig von Strecke und Buchungsklasse.

Entwicklung Ölpreis, Auswirkung auf Flugtickets

Auch unsere Tankrechnung ist spürbar billiger geworden, das stimmt. Sie ist allerdings nicht umso viel billiger, wie für den Autofahrer an der Zapfsäule. Das liegt daran, dass wir uns gegen Preisschwankungen absichern („Hedging“).

Chart Ölpreise und Ticketerlöse in den letzten acht Jahren
Der Chart zeigt die Entwicklung des Ölpreises im Vergleich zu den Ticketerlösen in der Zeit von 2006 bis Ende 2014. Der Ölpreise ist seit 2006 etwa um ein Drittel gestiegen, die Ticketpreise haben sich dagegen annähernd halbiert
Das bedeutet, dass wir bei steigenden Ölpreisen weniger stark betroffen sind, bei sinkenden Ölpreisen aber auch weniger stark profitieren. Für den Konsumenten ist das Fliegen mit Austrian 2014 aber bereits spürbar billiger geworden.

Europaflüge sind 2014 um etwa 3 Prozent günstiger, USA- und Asienflüge im Jahresvergleich um 5 Prozent billiger geworden.

Wir glauben aber nicht, dass Tickets noch billiger werden, weil wir auch Gegenläufer zum gesunkenen Ölpreis sehen: Das sind z.B. der steigende US-Dollar, oder auch die Nahost und Ukraine/Russlandkrise und damit ein Sinken der Nachfrage in Europa.

In dem Zusammenhang muss man aber auch festhalten, dass während der Preis für Jet-Fuel seit 2006 etwa um ein Drittel gestiegen ist, haben sich die Ticketpreise dagegen annähernd halbiert“, argumentiert Austrian-Sprecher Wilhelm Baldia. (Redaktion)

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