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IATA-Kritik: EU macht historischen Fehler!

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IATA kritisiert EU: Blauer Himmel mit zwei Kondensstreifen eines fliegenden Jets
IATA: Dekarbonation der Luftfahrt kostet bis 2050 mehrere Billionen Euro (Foto: SevenStorm Juhszimrus, Pexels)

Die Internationale Luftverkehrsvereinigung (IATA) ist zutiefst frustriert über die vorgeschlagene Ausweitung des Europäischen Emissionshandelsprogramms (EU ETS) über die Grenzen Europas hinaus, ein Ansatz, der vor über einem Jahrzehnt diskreditiert wurde.

IATA: „Die EU wiederholt einen historischen Fehler.“ Die Folgen werden schädlich sein – die Verbitterung der Extraterritorialität, die Verlangsamung der globalen Dekarbonisierung und die Unterschlagung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit – wobei europäische Reisende und Unternehmen den Preis zahlen.

Anstatt die EU-ETS über die Grenzen Europas hinaus zu erweitern, sollte sich die EU darauf konzentrieren, CORSIA – den vereinbarten globalen Mechanismus – noch erfolgreicher zu machen.

Die Erhöhung der SAF-Zulagen und die Aktivierung eines Buchungs-und-Anspruchssystems für SAF könnten vielversprechende Schritte sein, aber die Details sind entscheidend für den Erfolg.

IATA sträubt sich gegen die ETS-Ausweitung

Anstatt die EU-ETS über die Grenzen Europas hinaus zu erweitern, sollte sich die EU darauf konzentrieren, CORSIA – den vereinbarten globalen Mechanismus – noch erfolgreicher zu machen.

Die Erhöhung der SAF-Zulagen und die Aktivierung eines Buchungs-und-Anspruchssystems für SAF könnten vielversprechende Schritte sein, aber die Details sind entscheidend für den Erfolg.

„Wir werden mit den europäischen politischen Entscheidungsträgern einen effektiveren Ansatz ohne Extraterritorialität, volle Unterstützung für CORSIA und effektive SAF-Anreize hinvermitteln“, sagte Willie Walsh, Generaldirektor der IATA.

CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation) ist das weltweite CO2-Kompensationsprogramm der UN-Luftfahrtorganisation ICAO.

Airlines müssen für den Klimaschutz zahlen

Die Fluggesellschaften sind verpflichtet, die internationalen Emissionen, die einen bestimmten Grundwert zu überschreiten, durch den Kauf von Klimaschutz-Zertifikaten auszugleichen. 

Für den internationalen Flugverkehr in Österreich und der restlichen EU gelten folgende Anforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO): 

  • Verpflichtung: Fluggesellschaften müssen ihre CO2-Emissionen jährlich überwachen, von einem unabhängigen Prüfer verifizieren lassen. 
  • Phasen: Das System startete 2021 mit freiwilligen Phasen. Ab 2027 wird die Entschädigung für alle ICAO-Mitgliedstaaten mit nennenswertem Flugverkehr obligatorisch. 
  • Kompensation: Zur Kompensation dürfen Airlines ausschließlich qualifizierte Emissionsgutschriften (Eligible Emissions Units) erwerben, wobei das System den Grundsatz des klimaneutralen Wachstums anstrebt. 
Flugrouten-Technologie birgt enormes Potenzial an Einsparungen im Luftverkehr (Bild: Lufthansa Group)

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