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Piloten fürchten IT-Angriffe von Hackern

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Piloten fürchten Hacker-Angriffe auf das IT-Bordsystem im Cockpit (Foto: Pixabay)
Piloten fürchten Hacker-Angriffe auf das IT-Bordsystem im Cockpit (Foto: Pixabay)

Der Luftfahrt fehlt ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept. Im täglichen Leben ist es absolut selbstverständlich, dass man seine Daten schützt. Niemand käme auf die Idee, unverschlüsseltes Onlinebanking zu machen, sein Handy jemand Fremden anzuvertrauen oder ähnliches. Bei Flugzeugen ist das anders. Da fehlt es an ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept.

Im Gegensatz zu früher werden Flugzeuge heute oft nicht mehr mechanisch gesteuert, sondern die Steuerungssignale der Piloten werden elektronisch an das Flugzeug weitergegeben. D.h., dass Flugzeuge heute mit Hilfe von komplexen Computernetzwerken gesteuert werden. Diese Computer sind nicht mehr wegzudenken; weder aus der Kommunikation mit der Flugsicherung, noch aus der Navigation oder aus der Steuerung des Flugzeugs.

Denkbare Angriffsszenarien für Hacker sind vielfältig: „Die gesamte Kommunikation des Flugzeugs mit der Flugsicherung verläuft unverschlüsselt; das könnte dazu führen, dass ein Flugzeug aufgrund eins unautorisierten Funkspruchs von seiner Route abweicht – was fatale Folgen haben kann“, so Markus Wahl, Sprecher der Vereinigung Cockpit.

Terroristen können mit falschem GPS-Signal Flugzeug entführen

Wahl: „Außerdem verlässt man sich in der Luftfahrt für die Navigation zunehmend auf GPS-Signale. Auch diese können nicht nur gestört, sondern auch verfälscht werden. Das führt dann dazu, dass sich das Flugzeug unbemerkt von seinem eigentlichen Kurs entfernt und im schlimmsten Fall sogar mit einem Hindernis kollidiert. Darüber hinaus sind bereits erste Fälle bekannt geworden, in denen sich Unbefugte über In-Flight-Entertainment-Systeme Zugriff auf Bordsysteme verschafft haben. All diesen möglichen Einfallspunkten muss dringend ein Riegel vorgeschoben werden.“

Dies sind nur einige Angriffsmöglichen. Während Industrieunternehmen ihre IT-Systeme mit aufwendigen Maßnahmen schützen, hat ein Flugzeug nicht einmal ein Türschloss.

„Es wird immer deutlicher, dass es nicht mehr reicht, einzelne Probleme einzugrenzen und abzusichern. Daher fordert die Vereinigung Cockpit ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept, das alle Anwendungen, Systeme und Kommunikationswege umfasst. Der Pilot ist das letzte Glied in der Sicherheitskette. Daher ist es wichtig, dass er bei erkannter Manipulation Systeme einzeln und gezielt abschalten kann, damit er jederzeit die Kontrolle über das Flugzeug behält“, so Markus Wahl.

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