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Auf Fluggäste warten 134 Millionen Euro

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Fluggäste am Airport beim Einchecken
Fluggäste aus Österreich lassen 134 Millionen Euro an Entschädigungsgeldern liegen (Foto: Rainer Prang, Pixabay)

Anschlussflug verpasst, wo bleibt die Entschädigung? Fluggäste aus Österreich haben aus dem Jahr 2017 aufgrund von verpassten Anschlussflügen Anspruch auf Entschädigungen in Höhe von über 134 Millionen Euro. Insgesamt führten im letzten Jahr rund 2.900 verspätete und ausgefallene Flüge aus und nach Österreich zu verpassten Anschlussflügen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals AirHelp.

Für verpassten Anschlussflug bis zu 600 Euro

Die ausführende Airline des Problemfluges muss den betroffenen Passagieren in jedem Fall eine Alternativbeförderung ermöglichen, wenn der Anschlussflug unter derselben Buchungsnummer reserviert wurde. Außerdem muss die Airline den Passagieren zusätzlich eine Entschädigung in Höhe von 250 bis 600 Euro pro Person auszahlen, wenn sie aufgrund des verpassten Anschlussfluges über drei Stunden verspätet am Zielort ankommen. Im Falle eines ausgefallenen Fluges haben betroffene Passagiere auch bei einer geringeren Verspätung am Zielort Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung.

Was Fluggäste nicht immer wissen

Die Höhe der Entschädigungssumme hängt von der Flugdistanz ab. Diese berechnet sich bei verpassten Anschlussflügen aus der Strecke des für die Verzögerung verantwortlichen Fluges und der Strecke aller nachfolgenden Flüge. Auch vorherige Flüge können in diese Berechnung mit einbezogen werden, wenn sie ebenfalls von der Airline ausgeführt wurden, die das Verpassen des Anschlussfluges verursachte. Das gilt jedoch nicht, wenn dazwischen Teilstrecken von einer anderen Fluggesellschaft durchgeführt wurden. Kein Anspruch auf eine Entschädigung besteht, wenn außergewöhnliche Umstände als Grund für die Verspätung vorliegen. Dazu zählen unter anderem Streiks, Unwetter und Vulkanausbrüche.


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Umsteigezeiten bei Buchung beachten

Bei der Buchung von mehreren Flügen muss die individuelle Umsteigezeit an den jeweiligen Flughäfen beachtet werden. Die Umsteigezeit wird von jedem Flughafen selbst vorgegeben und kann sich je nach Flugroute unterscheiden. So können für internationale Flüge beispielsweise längere Gate- oder Terminal-Wechsel erforderlich sein, die bei nationalen Flügen nicht nötig sind. Für Anschlussflüge ab Wien gilt beispielsweise eine Umsteigezeit von einer Stunde, bzw. 25 Minuten bei Star Alliance-Flügen. In Miami sollten 90 Minuten zum Umsteigen eingeplant werden und in Peking sogar drei Stunden.

Besonders wichtig sind diese Zeiten für Fluggäste, die ihre Flüge einzeln, also nicht gemeinsam über eine Airline oder einen Reiseveranstalter, buchen. Wer seinen Anschlussflug aufgrund einer zu gering eingeplanten Umsteigezeit zwischen zwei einzelnen Flügen verpasst, hat dann keinen Anspruch auf eine Alternativbeförderung oder eine Entschädigungszahlung.

AirHelp-Manager Dirk Busse: „Fluggesellschaften müssen ihre Passagiere besser über die nötigen Umsteigezeiten informieren. Unsere Daten zeigen nämlich, dass Passagiere ihre Anschlussflüge regelmäßig verpassen. Erst kürzlich haben wir zum Beispiel den Fall einer vierköpfigen Familie betreut, die ihren Anschlussflug in Frankfurt am Main verpasst hatte, weil ihnen an diesem großen Flughafen nicht einmal zehn Minuten zum Umsteigen blieben. Die Airline argumentierte damals, dass sich die Familie doch hätte beeilen sollen. Unfassbar! Wir von AirHelp sorgen dafür, dass Reisende wie diese Familie angemessen entschädigt werden.“

Entschädigungsanspruch noch am Gate prüfen

Flug verspätet oder Flug annulliert? Mit der AirHelp-App können betroffene Fluggäste noch am Flughafen prüfen, ob ihr Flug zu einer Entschädigung berechtigt. Dafür reicht es das Bordticket mit dem App-internen Boardingpass-Scanner einzuscannen. Anschließend haben Passagiere zudem die Möglichkeit AirHelp damit zu beauftragen ihr Recht auf eine Entschädigung bei der Airline geltend zu machen. Die App gibt es gratis im Google Play Store und im App-Store von Apple.

Übersicht der Umsteigezeiten für 30 große Flughäfen

Tabelle mit den erforderlichen Umsteigezeiten für die 30 wichtigsten Flughäfen
Die erforderlichen Umsteigezeiten für die 30 wichtigsten Flughäfen

TRAVELbusiness-Background: AirHelp wurde 2013 gegründet und hat Forderungsansprüche von mehr als 300 Millionen Euro bewertet und durchgesetzt. Zudem konnte Airhelp bisher weltweit mehr als fünf Millionen Passagieren helfen. Dabei ist die Überprüfung des Entschädigungsanspruches für den Kunden kostenlos. Ausschließlich nach der erfolgreichen Durchsetzung wird eine Servicegebühr berechnet. AirHelp ist in 30 Ländern aktiv, bietet seinen Service in 16 Sprachen an und beschäftigt weltweit über 550 Mitarbeiter.


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