
Keine Treibstoff-Krise sagt Annette Mann, CEO Austrian Airlines. Die Chefin der österreichischen Fluggesellschaft, die zur deutschen Lufthansa Group gehört, ist zuversichtlich.
In einem Kommentar erklärt Annette Mann: „Es wird genug Treibstoff für die Sommerflüge geben!“
Der Iran-Krieg hat für Fluggesellschaften neue Herausforderungen mit sich gebracht – nicht nur, dass die Kerosinpreise in die Höhe getreten sind, sondern es gab plötzlich viel Unsicherheit hinsichtlich der Treibstoffverfügbarkeit aufgrund der Schließung der Straße von Hormus.

CEO Annette Mann: „Einige Schlagzeilen spekulierten sogar, dass Europa innerhalb von sechs Wochen kein Kerosin mehr haben könnte. Wir waren nie besonders pessimistisch, aber trotzdem wachsam und vorsichtig.
Deshalb haben wir in den letzten Wochen hart gearbeitet und sehr eng mit unseren Kraftstofflieferanten weltweit abgestimmt.
Inzwischen sind wir ziemlich zuversichtlich, dass im Sommer genug Treibstoff vorhanden sein wird – nicht nur für Austrian Airlines, sondern für die ganze Lufthansa Group.
In allen sechs europäischen Hubs – Wien, Frankfurt, München, Zürich, Brüssel und Rom – sowie im Ausland gibt es von unseren Lieferanten keine Anzeichen dafür, dass die Kraftstoffversorgung diesen Sommer gefährdet sein wird.
Treibstoff-Lieferanten haben genügend vorgesorgt
Reisende werden sich vielleicht fragen: Wie kann das sein, nach den ziemlich drastischen Schlagzeilen in den Medien und Social Media?
Nun, während die globalen Energiemärkte komplex bleiben, haben sich die Lieferketten bereits angepasst: Weitere Importe erreichen Europa von anderen Kontinenten, darunter Nordamerika und Afrika, und europäische Raffinerien arbeiten mit maximaler Kerosenstoffproduktion.
Und da OMV unser Hauptlieferant und eine Raffinerie gleich um die Ecke unseres Hub-Flughafen Wien – Vienna Airport ist, sind wir an einem besonders guten Ort.
Nur um es zu erwähnen, auch an die vorsichtigsten Reisenden zu richten: Im unwahrscheinlichen Fall einer Stornierung aufgrund von Treibstoffmangel können Passagiere natürlich zwischen einer Umbuchung oder einer schnellen (und proaktiven) vollständigen Rückerstattung des Ticketpreises wählen!“

Was bewirken hohe Preise für Treibstoff?
Die Kerosinpreise sind durch geopolitische Krisen dramatisch gestiegen. Der Weltluftfahrtverband IATA verzeichnet teils Spitzenwerte von über 162 US-Dollar je Barrel statt ursprünglich kalkulierter 88 Dollar.
Für Reisende bedeutet das: Flugtickets verteuern sich deutlich und es muss mit Flugstreichungen sowie Verspätungen gerechnet werden. Das sind die konkreten Auswirkungen auf die Reiseplanung
- Höhere Ticketkosten: Passagiere müssen auf internationalen Strecken mit Aufschlägen von 5 bis 15 Prozent rechnen. Airlines wie die Lufthansa oder AUA geben die Kosten über höhere Treibstoffzuschläge weiter.
- Angebotseinschränkungen: Große Fluggesellschaften passen ihre Kapazitäten an, streichen unrentable Routen und Kurzstrecken oder reduzieren Frequenzen, um Treibstoff zu sparen.
- Versorgungsrisiken: Besonders Regionen, die stark von Kerosinimporten aus dem Golf abhängig sind (wie Teile Asiens), sind von akuter Knappheit und teils Triage-ähnlichen Zuständen bei der Flugplanung bedroht.
Praktische Tipps für Urlauber und Vielflieger
Um unangenehme Überraschungen oder gar gestrandete Flüge zu vermeiden, raten Verbraucherschützer zu folgenden Maßnahmen:
- Frühzeitig buchen: Sichern Sie sich Flugtickets frühzeitig, da Tarife kurzfristig stark schwanken oder ausgebucht sein können.
- Direktflüge wählen: Umsteigen kostet unnötig Treibstoff und erhöht das Risiko von Flugausfällen durch Kapazitätskürzungen.
- Flexible Tarife & Puffer: Buchen Sie Tarife, die sich im Notfall kostenfrei stornieren oder umbuchen lassen, und planen Sie großzügige Umsteigezeiten ein.
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