Thailands Tourismusindustrie zittert: Angesichts der politischen Demonstrationen in Thailand hat jetzt Singapore Airlines die Streichung von 19 Flügen nach Bangkok zwischen Mitte Jänner und Ende Februar angekündigt. Tourismusunternehmen befürchten schon lange, dass die anhaltenden politischen Unruhen das Wachstum in Südostasiens zweitgrößter Volkswirtschaft und die Tourismuswirtschaft gefährden könnten.
Die Opposition versucht seit Wochen, mit Protestaktionen die Regierung von Premierministerin Yingluck Shinawatra zu stürzen. Ihr wird vorgeworfen, dass sie nur eine Marionette ihres im Exil lebenden und wegen Korruption verurteilten Bruders, Ex-Premier Thaksin Shinawatra, sei.
Auf Empfehlung der Regierung hat der König die Auflösung des Parlaments beschlossen und Neuwahlen für den 2. Februar 2014 angesetzt. Der Opposition ist das zu wenig. Aufgrund ihrer Popularität bei der Landbevölkerung dürfte die Regierungspartei Puea Thai das Votum abermals gewinnen. Die Protestbewegung will daher ein Expertenkabinett an der Macht sehen, berichten Nachrichtenagenturen.
Für den Zeitraum ab 13.1. 2014 haben die Regierungsgegner weitere Großdemonstrationen angekündigt, in deren Rahmen sie wichtige Straßenkreuzungen Bangkoks besetzten, sowie die Verwaltung blockieren wollen; öffentliche Verkehrsmittel und die Flughäfen wurden ausdrücklich ausgenommen.
Auch die Anhänger von Premierministerin Yingluck Shinawatra wollen in den nächsten Tagen auf die Straße gehen und demonstrieren, dabei jedoch Zusammenstöße mit den Oppositionellen vermeiden. Die Armee und Sicherheitskräfte wurden in Alarm versetzt. Es werden blutige Zusammenstösse erwartet.
Das Thailändische Fremdenverkehrsamt verfolgt die aktuellen Entwicklungen sehr genau und betont, dass alle zuständigen öffentlichen und privaten Einrichtungen und Behörden ihr Möglichstes tun, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden und Touristen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Sollte am 13. Januar die Großdemonstration stattfinden, wird eine gesonderte Fahrspur für Touristenbusse eingerichtet sowie weitere Maßnahmen getroffen, um Reisegruppen und Individualreisende bestmöglich zu unterstützen.
TRAVELbusiness-Tipp: Die österreichische Botschaft empfiehlt österreichischen Staatsbürgern, „besondere Vorsicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, Einkaufszentren, Märkten, religiösen Heiligtümern, Bars, Discos, Nachtclubs und Orten von touristischem Interesse im Großraum Bangkok walten zu lassen, da es in der Vergangenheit wiederholt Verletzte durch Explosionen von Sprengsätzen, die an stark frequentierten Orten deponierte waren, gab. Sollten Ihnen verdächtige Pakete oder Taschen auffallen, melden Sie diese den örtlichen Sicherheitsbehörden.“
Laut österreichischem Außenministerium, kam es in der Stadt Phuket mehrfach zu Angriffen gegen ausländische Touristen, teilweise durch einzelne Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer, nun auch durch Banden. Zu erhöhter Vorsicht im Stadtgebiet wird geraten.
Von nicht notwendigen Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani an der Grenze zu Malaysia sowie die benachbarte Provinz Songhkla wird abgeraten. In diesen Provinzen kann es weiterhin zu terroristischen Anschlägen kommen. In den vergangenen Wochen sind mehrmals Personenbei Bombenanschlägen in der Provinz Narathiwat ums Leben gekommen, weitere Personen wurden schwer verletzt.
In Thailand muss, aufgrund des nicht abgeschlossenen nationalen Aussöhnungsprozesses weiterhin von einer allgemeinen Gefahr politisch motivierter Unruhen ausgegangen werden. Diese Gefahr besteht am ehesten in der Hauptstadt Bangkok aber auch im Norden und Nordosten (vor allem Chiang Mai).
In beliebten Tourismusgebieten Thailands wie Pattaya, Phuket, Koh Samui, und anderen ist diese Gefahr zwar geringer, da Ausländer bislang von den politischen Auseinandersetzungen nicht direkt betroffen waren. Besondere Vorsicht ist aber auch dort auf öffentlichen Plätzen, in Einkaufszentren, Märkten, religiösen Heiligtümern, Bars, Discos und Nachtclubs angeraten.
Erfahrungswerte der Vergangenheit haben gezeigt, dass ein Aufflammen politischer Unruhen in Thailand prinzipiell jederzeit möglich ist. Thailandurlaubern wird daher empfohlen sich von jeglichen politischen Manifestationen fernzuhalten und allfälligen Anordnungen der Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.
Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.
Von nicht notwendigen Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani an der Grenze zu Malaysia sowie die benachbarte Provinz Songhkla wird abgeraten. In diesen Provinzen kann es weiterhin zu terroristischen Anschlägen kommen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Österreichische Reisende, die einen längeren Aufenthalt in Thailand planen, müssen vor Einreise bei der thailändischen Botschaft in Wien bzw. bei einem der thailändischen Honorarkonsulate ein Touristenvisum beantragen. Touristenvisa werden mit einer maximalen Gültigkeit von 60 Tagen erteilt.
Einreisesteuer für Touristen in Thailand ab 2014: „Das südostasiatische Urlaubsland plant eine Einreisesteuer für alle ausländischen Touristen für Anfang 2014“, kündigt ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner an. Damit solle das Gesundheitswesen entlastet werden, da das Land jedes Jahr auf Krankenhausrechnungen von ausländischen Touristen in Millionenhöhe sitzen bliebe. Wer mit dem Flugzeug einreist, muss einmalig 500 Baht (rund 12 Euro) zahlen. Wer auf dem Landweg nach Thailand kommt, bezahlt 30 Baht pro Aufenthaltstag.
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