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Wie Reisende mit Innovationen umgehen

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Wie groß ist die Akzeptanz von technologischen Innovationen bei Geschäftsreisenden? Eine Studie gibt darüber interessante Antworten (Foto: Bild von rawpixel auf Pixabay
Wie groß ist die Akzeptanz von technologischen Innovationen bei Geschäftsreisenden? Eine neue Studie von CWT gibt darüber interessante Antworten für Travel Manager und Unternehmen (Foto: Bild von rawpixel auf Pixabay)

Die Digitalisierung der Geschäftsreise schreitet dynamisch voran. Laut einer Studie von CWT, dem Anbieter einer Travelmanagement-Plattform für Unternehmen und deren Mitarbeiter, begrüßen 71 Prozent der Geschäftsreisenden weltweit Innovationen in diesem Bereich.

Reisende aus Nord-und Südamerika sowie dem asiatisch-pazifischen Raum stehen Innovationen dabei besonders positiv gegenüber, mit 75 Prozent bzw. 71 Prozent. Europäer hingegen sind skeptischer, was Veränderungen angeht: 7 Prozent geben an, Innovationen im Bereich Geschäftsreisen zurückhaltend gegenüber zu stehen. Nur 5 Prozent der Reisenden aus dem asiatisch-pazifischen Raum und 3 Prozentaus Nord-und Südamerika teilen diese Skepsis.

Auch wenn man leicht vermuten mag, dass das Alter ein wesentlicher Faktor für Innovationsakzeptanz ist, zeigt die Studie das Gegenteil. Lediglich Reisende der Millennial-Generation aus dem asiatisch-pazifischen Raum sind innovationsfreudiger: Hier sind es 79 Prozent im Vergleich zu 75 Prozent der Generation X und 60 Prozent der Baby-Boomer.

In Nord-und Südamerika dagegen zeigen Reisende der Generation X mit 78 Prozent die höchste Akzeptanzrate für Innovationen, gefolgt von den Millennials (76 Prozent) und den Baby-Boomern (70 Prozent). In Europa sind die Millennials mit 64 Prozent sogar besonders zurückhaltend, während die anderen beiden Generationen bei 67 Prozent liegen.

„Technologische Innovationen sind die Zukunft und Vielreisende profitieren bereits von diesem Potential“, so Andrew Jordan, Chief Product and Technology Officer von CWT. „Geschäftsreisende sind Menschen, die weit weg von zuhause arbeiten. Warum sollten sie sich nicht über Innovationen freuen, die ihre Reisen und ihr Leben vereinfachen?“

Die drei wichtigsten Lieblingsgeräte für unterwegs

Laut der Studie sind die drei wichtigsten Geräte für Geschäftsreisende Mobiltelefone (81 Prozent), Laptops (52 Prozent) und Akkuladegeräte (41 Prozent). Letztere werden seit 2017 von Geschäftsreisenden als immer wichtiger bewertet und haben inzwischen Tablets auf dem dritten Platz abgelöst. 2017 gaben nur 23 Prozent der Reisenden weltweit an, Ladegeräte mitzunehmen. Die Bedeutung von Tablets hingegen ist von 37 Prozent (2017) auf 32 Prozent (2019) gefallen.

86 Prozent der Geschäftsreisenden aus dem asiatisch-pazifischen Raum, 83 Prozent der Reisenden aus Nord-und Südamerika und 73 Prozent der europäischen Reisenden halten das Smartphone für eins der drei wichtigsten Geräte für eine Geschäftsreise.

Technologische Innovationen werden je nach Region unterschiedlich von Businessreisenden genutzt (Infografik: CWT)
Technologische Innovationen werden je nach Region unterschiedlich von Businessreisenden genutzt (Infografik: CWT)

Auch in Bezug auf Laptops kommt das höchste Ranking mit 59 Prozent von Reisenden aus Nord-und Südamerika. Allerdings halten Europäer (51 Prozent) diese für wichtiger als Reisende aus dem asiatisch-pazifischen Raum (48 Prozent). Diese wiederum schätzen das Risiko, unterwegs keine ausreichende Akkuladung zu haben, als bedeutender ein: 49 Prozent der Befragten nehmen ein Ladegerät mit auf ihre Geschäftsreise, während das nur 36 Prozent der Reisenden aus Nord-und Südamerika und 34 Prozent aus Europa angeben.

Die beliebtesten und meistgenutzten Innovationen

„Unterwegs in Verbindung zu bleiben ist kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Dadurch ist die Anzahl der Geräte weniger von Bedeutung als die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass Reisende während ihrer Reise erreichbar und produktiv sein können“, erläutert Jordan.

Die beliebtesten Innovationen im Vergleich zu den am meisten genutzten Online Check-in ist sowohl die beliebteste als auch die am meisten genutzte Innovation im Reisebereich (18 Prozent und 45 Prozent), gefolgt von:

  • Google-Dienste (16 Prozent und 42 Prozent);
  • Online-Buchungstools (14 Prozent und 44 Prozent);
  • Mobile Reise-Apps (12 Prozent und 41 Prozent);
  • Fingerabdruck-und Netzhaut-Scans zur Flughafensicherheit statt Ausweiskontrollen (8 Prozent und16 Prozent);
  • TSA (Transportation Security Administration, US-Transportsicherheitsbehörde) Vorprüfung (6 Prozent und 16 Prozent);
  • Online Visa-Anträge (5 Prozent und 22 Prozent);
  • „Global Entry“ (5 Prozent und 13 Prozent);
  • Fahrgemeinschaften (5 Prozent und 26 Prozent); sowie
  • Hotels und/oder Flughäfen mit Roboter-oder Kiosk-Rezeptionen (5 Prozent und 17 Prozent).

Bei den Geschäftsreisenden aus dem asiatisch-pazifischen Raum zeichnen sich die größten statistischen Unterschiede ab: 18 Prozent von ihnen geben Google-Dienste als beliebteste Innovation an und 50 Prozent nutzen sie. 15 Prozent bevorzugten Online-Buchungstools und 49 Prozent nutzen diese.

47 Prozent der Befragten aus Nord-und Südamerika nutzen Online Check-in, 43 ProzentGoogle-Dienste und 41 Prozent mobile Reise-Apps. Dabei schneidet die Vorprüfung durch die TSA als beliebteste Innovation ab (16 Prozent).

Unter den europäischen Reisenden sind die geringsten statistischen Unterschiede festzustellen: 26 Prozent der Befragten geben Online Check-in als beliebteste Innovation an und 50 Prozent nutzen diese auch.

Übrigens: Die fünf innovationsfreudigsten Länder sind Argentinien (85 Prozent), Mexiko (85 Prozent), Brasilien (83 Prozent), Spanien (83 Prozent) und Italien (82 Prozent).

TRAVELbusiness-Background: Die Umfrage wurde von CWT erstellt und von der Artemis Strategy Group durchgeführt. Geantwortet haben über 2.700 Geschäftsreisende, die in den vorhergehenden 12 Monaten viermal oder öfter geschäftlich gereist waren. Die Teilnehmer kamen aus Nord-und Südamerika (Argentinien, Brasilien, Kanada, Mexiko und den USA), Europa (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich) und dem asiatisch-pazifischen Raum (Australien, China, Indien, Japan und Singapur).


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