Start Airlines Schwacher Rubel macht russische Airlines zu Billigflieger

Schwacher Rubel macht russische Airlines zu Billigflieger

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Russlands Luftfahrtbranche leidet unter der Abwertung des Rubels. Und auch die EU-Sanktionen machen es den Airlines in der russischen Föderation schwer: Die Nachfrage ist eingebrochen, mehrere europäische und asiatische Fluggesellschaften haben ihre Flüge nach Moskau gestrichen. Auch Delta Airlines, eines der größten Luftfahrtunternehmen in den USA, hat die Strecke New York-Moskau aufgeben.

Im Januar 2015 ist das Passagieraufkommen der russischen Airlines erstmalig seit 2009 um 1,3 Prozent gesunken.
Laut Lufthansa ist um den Jahreswechsel die Nachfrage im Vergleich zu 2013 um bis zu 40 Prozent gesunken. Um sich der neue Lage anzupassen, haben viele russische und internationale Unternehmen ihre Kapazitäten nach der bestehenden Nachfrage ausgerichtet.

„Auf einigen Flügen wurden kleinere Maschinen eingesetzt. Auf hochfrequentierten Strecken, wie Frankfurt-Moskau, die die Lufthansa fünfmal täglich bedient, wurde die
 Anzahl der Flüge reduziert“, erklärte Lufthansa-Sprecher Martin Riecken gegenüber dem Online-Portal Russia Beyond The Headlines.

Das Erstarken des Rubels im April und Mai habe die Situation etwas verbessert. „Auch die Nachfrage der Russen nach Auslandsreisen erhole sich angesichts einer stärkeren Landeswährung“, sagt Alexander Burtin, geschäftsführender Direktor des Reiseanbieters Tez Tour. „In erster Linie schauen die Reise
lustigen in Richtung Griechenland, Zypern und Italien.“

Doch der Rubelverfall sei nicht der einzige Grund für Airlines wie Delta gewesen, Russland zu verlassen. Die Hauptursache sei nach Einschätzung des Direktors der Analystenagentur Aviaport Oleg Panteleew ein massiver Einbruch bei der Nachfrage nach Nordamerika-Verbindungen. „Zudem ist es für Delta schwierig, mit russischen und europäischen Luftfahrtunternehmen, die Zwischenstopps in Paris und Amsterdam anbieten, zu konkurrieren“, meint Panteleew.

Russische Airlines wollen dank billigem Rubel die sinkende Nachfrage im Innern mit Transitflügen ausgleichen. Durch Preisnachlässe wurden die Europa- und 
Asientarife von Aeroflot und Transaero unschlagbar günstig. Im Vergleich zu anderen Carriern kostet ein Ticket 150 bis 200 US-Dollar weniger.

Probleme zwingen Airlines, ihren Blick auf die russischen Regionen zu richten. Finnair, Flydubai und Etihad Airways eröffneten auch 2014 und 2015 neue, vor allem regionale Verbindungen in Russland. „In der bevorstehenden Saison startet der spanische Billigflieger Vueling in Kooperation mit Tez Tour in drei neuen Regionen: Krasnodar, Samara und Kasan. Die Flüge gehen nach Barcelona“, sagt Alexander Burtin.

„Das Interesse an den Regionalmärkten wird dadurch begünstigt, dass Moskau zu einem heiß umkämpften Markt geworden ist. Dort ist die Rendite sehr gering. Die Regionalflughäfen sind dagegen bereit, den Airlines gute Konditionen zu bieten“, sagt Panteleew. Außerdem entstehe mit dem Einkommenswachstum in den Regionen auch eine Käuferschicht, die Direktflüge ohne Zwischenstopps in Moskau bevorzugt. (Quelle: RBTH)