
Die Hexenjagd in der Türkei geht weiter. Seit dem Putschversuch geht die Regierung mit harter Hand gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor. Zehntausende Staatsbedienstete, davon Tausende Richter, wurden suspendiert, mehr als 8.500 Menschen festgenommen, darunter auch zwei Verfassungsrichter. Was kommt noch. Hunderte private Schulen und Bildungseinrichtungen wurden geschlossen, Unibedienstete dürfen das Land nicht mehr verlassen oder müssen aus dem Ausland in die Türkei zurückkehren. Präsident Erdogan hat einen dreimonatigen Ausnahmezustand verhängt, um u.a. die Presse- und Versammlungsfreiheit auszusetzen und totale Macht auszuüben. Sogar die Menschenrechtskonvention wurde ausgesetzt.
Seine Kritiker und alle, die er verdächtigt gegen ihn zu opponieren, müssen mit Gefängnisstrafen rechnen. Im türkischen Parlament in Ankarta will er über die Wiedereinführung der Todesstrafe will er abstimmen lassen.
Viele Türken haben Angst, wollen die Türkei verlassen. Viele Touristen sind verunsichert, wollen ihren Türkei-Urlaub abbrechen oder stornieren. Schon bisher verzeichnet das beliebte Urlauberland einen Rückgang von fast 50 Prozent – eine Katastrophe für die einheimische Wirtschaft.
Ministerium in Ankara sagt: Urlaubsregionen nicht betroffen
Wenige Stunden zuvor hatte das Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei noch eine Pressemitteilung verschickt: „Der Flugbetrieb läuft wieder im Normalbetrieb und Flugreisende in die Türkei müssen mit keinen Einschränkungen mehr rechnen müssen. Die Urlaubsregionen des Landes sind von vergangenen Ereignissen nicht betroffen und bieten in allen Hotelanlagen, Resorts und gastronomischen Betrieben ihren gewohnten Service. Die touristische Infrastruktur vor Ort übertrifft alle Erwartungen der Reisenden und wird auch jetzt kontinuierlich ausgebaut.“
Nachdem TUI Group Vorstand Sebastian Ebel sich in Antalya ein Bild von der Lage vor Ort gemacht hatte, verlaubarte der Reiseveranstalter: „In den Urlaubsregionen ist die Lage ruhig und die Gäste verleben ihren Urlaub am Strand und in den Hotels ohne Einschränkungen. Ich glaube an die Türkei und den Tourismus in der Türkei.“ Werden das auch die Urlauber tun?
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