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Im Urlaub für den Chef immer erreichbar?

Eine Umfrage zeigt: Der Job reist mit. Zwei Drittel der Beschäftigten sind im Urlaub immer erreichbar. Ist ein Urlaub mit Einschränkungen wirklich erholsam?

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Im Urlaub: Frau im Liegestuhl mit Mobiltelefon in der Hand fotografiert Strand und Umgebung
Wenn der Chef im Urlaub anruft, müssen die Angestellten stets ansprechbar sein (Bild: Andrea Piacquadio, Pexels)

Mails am Pool, Telefonat im Hotel, SMS am Strand: Für den Chef oder Kollegen im Urlaub dienstlich ansprechbar zu sein, ist für die Mehrheit von Beschäftigten bereits zur Normalität geworden. Erholung mit Einschränkungen gehört für Angestellte und Selbständige zum Job.

Zwei Drittel (66 Prozent) der Berufstätigen, die in diesem Jahr einen Sommerurlaub machen, sind beruflich erreichbar. Damit hält sich das Niveau der Vorjahre (2025: 67 Prozent; 2024: 66 Prozent).

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, davon 358 Berufstätige, die dieses Jahr in den Sommerurlaub fahren. 

Wie Mitarbeiter im Urlaub kontaktiert werden

Es sind vor allem Kurznachrichten und Anrufe, auf die Berufstätige im Urlaub reagieren: 62 Prozent sind per Kurznachricht wie SMS oder Messengerdienste wie WhatsApp zu erreichen, 61 Prozent reagieren auf Anrufe. 22 Prozent sind per Mail ansprechbar, 14 Prozent nehmen Videocalls wahr. 7 Prozent lassen sich über Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack kontaktieren.

„Möglichkeiten zum zeit- und ortsflexiblen Arbeiten dürfen nicht dazu führen, dass Beschäftigte das Gefühl haben, im Urlaub ständig verfügbar sein zu müssen. Wer sich wirklich erholen kann, lebt nicht nur gesünder, er arbeitet auch produktiver“, so Dr. Bernhard Rohleder, Geschäftsführer von Bitkom.

Erwartungshaltung im Urlaub erreichbar zu sein

Wer im Urlaub erreichbar ist, will damit der Erwartung anderer entsprechen: Rund die Hälfte (53 Prozent) derjenigen, die im Urlaub beruflich erreichbar sind, sagen, ihre Kolleginnen und Kollegen erwarten es von ihnen, gefolgt von der Erwartung von Vorgesetzten (47 Prozent).

Rund ein Drittel (34 Prozent) meint, Kundinnen und Kunden erwarten Erreichbarkeit, 16 Prozent sagen dies von ihren Geschäftspartnerinnen und -partnern. 15 Prozent sehen sich durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet. 16 Prozent geben an, aus eigenem Antrieb im Urlaub für berufliche Anliegen erreichbar zu sein.

Rohleder: „Vertretungslösungen sollten rechtzeitig organisiert und Erwartungen transparent kommuniziert werden. Regeln zur Erreichbarkeit für den Fall der Fälle schaffen Klarheit für alle Beteiligten. Ziel sollte sein, dass man eine solche Notlösung überhaupt nicht erst in Anspruch nehmen muss.“ 

Warum sind Sie im Urlaub erreichbar?

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Befragti hat man 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Darunter waren 358 Berufstätige, die einen Sommerurlaub geplant haben.

Die Befragung fand in einem Zeitraum von KW 17 bis KW 21 2026 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Sind Sie im Sommerurlaub in diesem Jahr beruflich erreichbar?“ und „Warum sind Sie im Urlaub erreichbar?“.


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