

Die Entfesselung der österreichischen Wirtschaft ist trotz lauer Steuerreform und medialer Mundpropaganda der Regierung noch immer nicht zu spüren. Die Wirtschaft sandelt weiter vor sich hin. Alle fragen sich: Wie lange noch müssen vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) auf den Aufschwung warten?
„Die europäischen KMU warten derzeit ab und sehen sich mit einer Stagnation konfrontiert“, sagt Ulrike Rabmer-Koller, Vizepräsidentin der UEAPME und bezieht sich dabei auf die aktuellen Ergebnisse des europäischen KMU-Barometers.
In Summe ist der Ausblick für die kommenden 6 Monate schwach, auch wenn die Unternehmen eine gewisse Stabilität nach der Rezession erwarten. Die Betriebe sehen kein eindeutig positives Wachstum. „Der Ausblick reicht nicht aus, um die KMU zu Investitionen und zusätzlichem Beschäftigungsaufbau zu motivieren“, sagt Dr. Christoph Schneider, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich.
Auch wenn insgesamt das Geschäftsklimaindex zum vierten Mal in Folge leicht ansteigt und aktuell 72,3 Prozentpunkte erreicht, wird damit nur die 70 Punkte-Marke knapp überschritten, die die Schwelle für ein neutrales Geschäftsklima ist. Eine positive Dynamik ist dabei in den südlichen Peripherieländern mit + 5,1 Prozent zu erkennen, wobei deren Index unter jenem des Durschnitts in Europa liegt. Der Index für den Norden geht hingegen leicht zurück.
Probleme bereitet der Bereich der betrieblichen Investitionen: „Der Investitionsstau insbesondere bei Neuinvestitionen birgt die Gefahr, dass die Unternehmen, im Falle eines Aufschwungs nur begrenzt teilhaben können“, unterstreicht Christoph Schneider.
Vor dem Hintergrund der schwachen Aussichten betont die UEAPME (Europäischer Dachverband der kleinen und mittleren Unternehmen) die Bedeutung von Strukturreformen in den europäischen Ländern sowie die Sicherung und den Ausbau der Finanzierung von KMU und den stärkeren Bürokratieabbau. Positiv wertet Ulrike Rabmer-Koller die EU-Investitionsoffensive (Juncker-Packet) der Kommission.
Entscheidend ist, dass die Mittel schnell einsatzbereit sind. Der Beschluss, gezielt Mittel für KMU schon vorab zu mobilisieren, ist ein wichtiger Schritt. „Gerade die KMU brauchen schnelle Unterstützung, um ihre Projekte zu realisieren“, sagt Vizepräsidentin Ulrike Rabmer-Koller. (Quelle: WKÖ, us)
Das könnte Sie auf TRAVELbusiness auch interessieren:
Sind Schmiergelder auf Geschäftsreisen notwendig?
Geschäftsreisen: Noch mehr Mehrwertsteuer





































