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Was Travel Manager 2018 echt genervt hat!

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Was Travel Manager in 2018 am meisten ärgerte und Geschäftsreisende nervte, waren Verspätungen, Ausfälle, Abfertigungschaos: Nie war Fliegen so unerfreulich wie im Sommer 2018. (Foto: Pixabay)
Was Travel Manager in 2018 am meisten ärgerte und Geschäftsreisende nervte, waren Verspätungen, Ausfälle, Abfertigungschaos: Nie war Fliegen so unerfreulich wie im Sommer 2018. (Foto: Pixabay)

Was waren die größten Ärgernisse für Travel Manager in 2018? Worüber waren Geschäftsreisende am meisten erzürnt? Eine Online-Umfrage bei österreichischen Travel Managern brachte es jetzt an den Tag: Für die zahlreichen Flugausfälle und Verspätungen bei Eurowings im Jahr 2018 verlieh die Austrian Business Travel Association (abta) den „Kaktus des Jahres“.

Laut der Online-Umfrage des Österreichische Verbandes der Geschäftsreise-Industrie waren für 43 Prozent der befragten Travel Manager, Travel Assistants und Businessreisenden die Flugausfälle und Verspätungen die größte Zumutung im abgelaufenen Jahr. Verspätungen, Ausfälle, Abfertigungschaos: Nie war Fliegen so unerfreulich wie im Sommer 2018. Schuld haben Fluggesellschaften und ihre Ambitionen.

Die Verspätungen im europäischen Luftverkehr haben sich nach Angaben des Luftfahrtverbands IATA in diesem Jahr mehr als verdoppelt. In der ersten Jahreshälfte waren die Flugzeuge täglich um 47.000 Minuten verspätet gewesen, ein Plus von 133 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die meisten Verzögerungen beruhten auf einem Kapazitäts- und Personalmangel.

Das Fluggastrechte-Portal EUClaim hat berechnet, dass von Januar bis Ende Juni alleine 15.571 Flüge von oder nach sowie innerhalb von Deutschland annulliert wurden – ein neuer Rekord. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 8.826. Rekordverdächtig sind auch andere Zahlen: 3.778 Flüge waren im ersten Halbjahr um mindestens drei Stunden verspätet, Vorjahreswert: 2.268.

Ebenfalls ärgerlich und knapp dahinter an zweiter Stelle folgten die intransparente Flugpreis-Darstellung von Airlines (42 Prozent) sowie mit großem Abstand an dritter Stelle die versteckten Schäden bei der Mietwagen-Übergabe (13 Prozent).

Zudem gab es auch zahlreiche Spontan-Nennungen der Travel Manager über immer wieder auftretende Ärgernisse unter dem Titel „persönlicher Kaktus“. Unter diesen Anmerkungen wurden am häufigsten generell und bei allen Airlines Flugverspätungen und Ausfälle genannt.

Weitere oft mehrfach angeführte Nennungen bemängelten u.a. die zu langen Wartezeiten bei Sicherheitskontrollen, unterschiedliche Gewichtsbeschränkungen von Freigepäck und Handgepäck, ungesundes Flugzeugessen, überteuerte Preise für Trinkwasser an Flughäfen, extrem lange Bearbeitungszeiten von Beschwerden aufgrund von Flugausfällen und Verspätungen aber auch zu langsame Antwortzeiten von Hotels und fehlende oder schlecht zu findende email-Adressen von Hotels.

Bei der Umfrage wurde auch gefragt, welche Vorkommnisse für die Geschäftsreisenden der Unternehmen, also die Kunden der Travel Manager, am ärgerlichsten sind. Spitzenreiter unter den Ärgernissen für die Geschäftsreisenden sind

  • die überteuerten Flughafen-Transfers (45 Prozent),
  • gefolgt von der Gepäckaufgabe an Automaten in Flughäfen (36 %)
  • sowie die High Tech-Steuerung von Licht und Klima in Hotelzimmern (19 Prozent).
  • abta-Präsident Andreas Gruber
    abta-Präsident Andreas Gruber
    Mit dem „Kaktus des Jahres“ will die abta bei Mitarbeitern und Managern der Leistungsträger das Bewusstsein schärfen, Ärgernisse aus dem Weg zu räumen.

    Dazu Andreas Gruber, Präsident der abta: „Unsere Mitglieder geben uns und den Leistungsträgern wertvolle Hinweise, was im Alltag der Geschäftsreisen verbessert werden kann. In den öffentlichen Diskussionen über Reiseunternehmen kommt unserer Meinung nach die Kundenperspektive oftmals zu kurz. Der Kaktus ist daher die Stimme der direkt Betroffenen, mit dem wir auf Ärgernisse hinweisen.“

    Die Online-Umfrage „Kaktus 2018“ wurde Ende November vom Marktforschungsinstitut „integral“ (Wien) im Auftrag der abta durchgeführt.


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