Start Reisetipps In Slowenien regnet es Sterne für die „Chefs“

In Slowenien regnet es Sterne für die „Chefs“

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Mit zwei Michelin-Sternen ist Ana Roš die beste Köchin in Slowenien (Foto: Luka Karlin, Studio Virc)
Mit zwei Michelin-Sternen ist Ana Roš die beste Köchin in Slowenien (Foto: Luka Karlin, Studio Virc)

Slowenien ist für seine Berge, Skigebiete und Seen bekannt. Seit einigen Jahren macht aber das kleine Land zwischen Alpen und Adria noch auf einem anderen Gebiet von sich reden: Slowenien ist ein kulinarischer Geheimtipp in der Spitzengastronomie.

Die hochwertigen, lokalen Zutaten und die innovativen Köche im ganzen Land haben kürzlich den renommierten Gastroniomieführer „Guide Michelin“ überzeugt, und Slowenien als eines der besten kulinarischen Ziele der Welt gleich mit sechs Sterne-Lokale in seinen Guide aufgenommen. Eine hohe Auszeichnung für die beliebte Boutique-Destination und zugleich eine Bestätigung für das authentische Kulinarik-Angebot.

„A new star is born” verkündete Michelin auf seiner Website anlässlich der ersten Slowenien-Ausgabe seines Guide. Michelin-Sterne sind die begehrteste internationale Auszeichnung für Spitzenköche. Dass Slowenien gleich sechs davon für sich beanspruchen darf, ist eine große Anerkennung.

Wer sind die frisch gekürten Sterne-Köche, wo stehen die gelobten Gourmet-Tempel, die zu einem kulinarischen Streifzug durch Slowenien verführen? TRAVELbusiness stellt die slowenischen Michelin-Chefs vor und wünscht „Guten Appetit“!

In Slowenien schmecken Gourmets die Natur

In der kleinen Gemeinde Kobarid im oberen Sočatal, einst Schauplatz und Namensgeber der Zwölften Isonzoschlacht von 1917, bekocht Ana Roš ihre Gäste im Restaurant „Hisa Franko“. Sie wurde bereits 2017 zur weltbesten Köchin gekürt. Im Guide Michelin erreichte sie vom Start weg gleich zwei Sterne.

Als Autodidaktin mit außergewöhnlicher Kreativität „demonstriert sie das Ausmaß ihres Talents mit Präzision, Sorgfalt und Ästhetik“, steht auf der Website des Guide Michelin zu lesen. Hervorgehoben wird weiters der herausragende Platz, der regionalen Produkten eingeräumt wird sowie die „wunderbar ausgewogenen Aromen”.

Im Süden der Weinregion Goriška Brda lädt in Nova Gorica die „Restavracija Dam“zu einer kulinarischen Reise ein, bei der Weltoffenheit einen subtilen Kontrast zum kulinarischen Erbe Sloweniens bilden. Chefkoch Uroš Fakuč (1 Stern) versteht sich auf die Zubereitung von Fisch und überrascht die Feinschmecker mit kühnen Kombinationen von Aromen.

Michelin-Koch  Tomaž Kavčič setzt auf Traditionelles mit molekularen Akzenten (Foto: Nea Culpa, Mankica Kranjec)
Michelin-Koch Tomaž Kavčič setzt auf Traditionelles mit molekularen Akzenten (Foto: Nea Culpa, Mankica Kranjec)

Im Vipava-Tal überrascht die Küche von „Schloß Zemono“. Sie offenbart die Schönheit des slowenischen Terroirs und unterstreicht die italienischen Einflüsse durch Gerichte mit authentischen und überraschenden Aromen”, so das Urteil der Michelin-Experten.

Tatsächlich versteht sich Tomaž Kavčič (1 Stern) darauf, Traditionelles mit molekularen Akzenten zu mixen, und so gelang es ihm „Pri Lojeztu” in eine Hochburg innovativer Kulinarik zu verwandeln.

So dynamisch und lebendig wie Sloweniens Hauptstadt Ljubljana, so ist auch die Küche im „Atelje”, wo Jörg Zupan (1 Stern) seine in den besten Restaurants der Welt gesammelten Erfahrungen umsetzt. Er findet Inspiration in traditionellen slowenischen Rezepten und experimentiert mit Aromen und Techniken.

Der Chef und sein Team erzeugen ihr eigenes Joghurt, backen Brot selber, konservieren Gemüse und lassen Käse in ihrer Speisekammer reifen. Auf Basis lokaler Produkte wird eine Speiskarte kreiert, die täuschend einfach wirkt, aber ein „delikates und unvergessliches Speiseerlebnis” schafft, so das Urteil der Guide-Michelin-Inspektoren.

Wo Tradition und Kreativität auf Geschmack treffen

Gregor Vračko setzt auf traditionelle Kreationen der slowenischen Küche (Foto: Luka Karlin, Studio Virc)
Gregor Vračko setzt auf traditionelle Kreationen der slowenischen Küche (Foto: Luka Karlin, Studio Virc)

Das Restaurant Hiša Denk (1 Stern) in Zgornja Kungota bei Maribor ist keine sechs Kilometer von der südsteirischen Weinstraße entfernt. Das moderne Äußere mit großer Terrasse, Teich und Park weckt die Neugier und Erwartungen der Gäste. Und das zu Recht.

Die Menüs von Gregor Vračko sind harmonisch und bestehen aus den besten lokalen Zutaten. Einige seiner Kreationen wurden zu modernen Klassikern. Zum Beispiel seine 13 Stunden geschmorten Rindsbackerln, die trockene Jota (Kraut-Kartoffelsuppe) oder das im Barrique eingelegte Roastbeef.

„Die Küche von Uroš Štefelin (1 Stern) ist einzigartig und bietet Gerichte voller Geschmack, die die Sinne anregen”, so das Urteil des Guide Michelin. Seine Kreationen in der Vila Podvin in Radovljica entstehen in enger Verbindung zur Umwelt, sie fördern traditionelle Bräuche und legen den Fokus auf vergessene Gerichte und Pflanzensorten.

Neben diesen sechs Sterne-Restaurants hat der „Michelin Guide Slovenia” auch neun Lokale mit dem „Bib Gourmand” ausgezeichnet – eine Kennzeichnung für „sorgfältig zubereitete und preiswerte Mahlzeiten“.

Weitere 37 Betriebe im Land zwischen Alpen und Adria erhielten einen „Teller”. Das 2016 kreierte Symbol ist eine Auszeichnung für Restaurants, deren Küche „unsere Inspektoren verführt hat und die es verdient, empfohlen zu werden”, so die offizielle Erklärung.


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