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Wer hat die größten Sicherheitsbedenken?

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Die Reisebedenken der Geschäftsreisenden sind weltweit unterschiedlich. Das zeigt eine neue Studie (Foto: Pixabay)
Reisebedenken der Geschäftsreisenden sind weltweit unterschiedlich. Das zeigt eine neue Studie (Foto: Pixabay)

Wer beruflich auf Reisen geht, wird stets von Sicherheitsbedenken begleitet. So machen sich Geschäftsreisende mehr Sorgen um ihre Sicherheit, wenn sie an Bahnhöfen oder U-Bahn-Stationen unterwegs sind, als bei einem Aufenthalt am Flughafen. Das hat kürzlich eine Studie unter mehr als 2.000 Geschäftsreisenden weltweit gezeigt. Am meisten fühlen sich Reisende an Bahnhöfen und U-Bahn-Stationen gefährdet (50 Prozent), gefolgt von Spaziergängen im Freien (42 Prozent), bei der Nutzung von privaten Fahrdiensten (39 Prozent) und bei Busfahrten (39 Prozent).

Weniger Sicherheitsbedenken – so die Umfrage von Carlson Wagonlit Travel – haben Reisende bei klassischen Taxifahrten (36 Prozent), in Zügen (35 Prozent), an Flughäfen (34 Prozent), in Flugzeugen (31 Prozent), bei Restaurantbesuchen (30 Prozent) oder bei Übernachtungen im Hotel (27 Prozent).

Welche Rollen spielen private Transportmittel?

Unabhängig vom Ort, spielt auch die Wahl des Transportmittels eine Rolle beim subjektiven Sicherheitsempfinden der Reisenden. Private Fahrdienste, wie Uber, werden weltweit immer häufiger genutzt und verdrängen – dort wo sie erlaubt sind – bereits die klassischen Taxis. Reisende unterscheiden dabei kaum noch zwischen der Nutzung der beiden Beförderungsdienste, auch wenn sie sich noch ein wenig sicherer in Taxis fühlen.

Reisende aus Asien haben weltweit die größten Sicherheitsbedenken: 43 Prozent fühlen sich unsicher, wenn sie einen privaten Fahrdienst wählen und 39 Prozent sorgen sich bei der Nutzung eines Taxidienstes um ihre Sicherheit. Bei den amerikanischen Reisenden sind es nur 40 Prozent bei einer Fahrt mit Uber und Co. und ebenfalls 39 Prozent bei Taxifahrten. Die Europäer sind am wenigsten besorgt und nur 34 Prozent fühlen sich unsicher bei der Nutzung privater Fahrdienste und 28 Prozent bei Taxifahrten.

Frauen auf Geschäftsreisen haben mehr Sicherheitsbedenken, wenn sie Taxi oder Uber nutzen (Foto: Pixabay)
Frauen auf Geschäftsreisen haben mehr Sicherheitsbedenken, wenn sie private Fahrdienste nutzen wie Taxi oder Uber nutzen (Foto: Pixabay)

Frauen aus Asien und Europa sind besorgter

Der Blick auf die Geschlechter zeigt, dass weibliche Geschäftsreisende aus Europa und Asien eher als ihre männlichen Kollegen Sicherheitsbedenken haben, wenn sie Transportmittel wie Uber oder Taxis nutzen. So fühlen sich 56 Prozent der befragten weiblichen asiatischen Reisenden sehr oder etwas unwohl, wenn sie private Fahrdienste nutzen – im Gegensatz zu lediglich 38 Prozent der männlichen Reisenden.

Bei der Nutzung von Taxis gibt es eine geringere Diskrepanz (48 Prozent zu 35 Prozent). Zwischen den europäischen Reisenden sind die Unterschiede weniger deutlich: Bei einer Fahrt mit einem alternativen Anbieter gibt es einen geschlechtsspezifischen Unterschied von 7 Prozent, bei der Taxinutzung sind die Frauen mit 36 Prozent besorgter als die Männer (22 Prozent). Die weiblichen und männlichen Reisenden aus Amerika zeigen hingegen keine Unterschiede im Sicherheitsempfinden.

Millennials haben die meisten Sicherheitsbedenken

Jüngere Reisende sorgen sich mehr um ihre Sicherheit: Auch die Unterteilung nach Altersklassen weist eindeutige Unterschiede auf. Obwohl die Nutzung privater Fahrdienste eher der jüngeren Generation zugeschrieben wird, machen sich dennoch die Millennials (24 – 34 Jahre) die größten Sorgen um ihre Sicherheit, wenn sie solche Anbieter nutzen – gefolgt von den Reisenden der Generation X und den Baby-Boomern. Damit wird der Trend früherer Studien bestätigt, nach dem die Millennials die Reisenden mit den meisten Sicherheitsbedenken sind.

Die Zahlen zeigen im Detail, dass die Hälfte der Millennials aus dem asiatischen Raum sich sehr oder etwas unwohl fühlen, wenn sie private Fahrdienste nutzen, gefolgt von 44 Prozent der Reisenden der Generation X (35 – 51 Jahre) und 35 Prozent der Baby-Boomer (52 – 65 Jahre).

Unter den amerikanischen Geschäftgsreisenden haben 47 Prozent der Millennials, 42 Prozent der Generation X und 29 Prozent der Baby-Boomer Sicherheitsbedenken bei der Nutzung der privaten Anbieter. Bei den europäischen Reisenden fallen die Zahlen niedriger aus: 44 Prozent der Millennials, 34 Prozent der Generation X und 21 Prozent der Baby-Boomer sind besorgt um ihre Sicherheit, wenn sie einen privaten Fahrdienst wählen.

Die häufigsten und größten Sicherheitsbedenken von Geschäftsreisenden
Auf einen Blick: Die häufigsten und größten Sicherheitsbedenken von Geschäftsreisenden (Infografik: CWT)
Die Generationsunterschiede könnten allerdings auch mit den geschlechtsspezifischen Unterschieden zusammenhängen: Männer machen mehr Geschäftsreisen, je älter sie werden und da Männer weniger besorgt um ihre Sicherheit sind, könnte sich dies im Ergebnis der älteren Generationen widerspiegeln. Bei den Frauen ist das Gegenteil der Fall: je jünger die Frauen sind, desto häufiger treten sie Geschäftsreisen an.

„Travel Manager sollten bei der Erstellung ihres Sicherheitsprogramms auf mögliche Sorgen ihrer Reisenden eingehen“, sagt Christophe Renard, Vice President der CWT Solutions Group, der Beratungssparte von Carlson Wagonlit Travel. „Schon kleine Dinge, wie beispielsweise die Bereitstellung klarer Hinweise, wie detaillierte Flughafenkarten, die Nutzung vertrauenswürdiger Transportpartner und grundlegende Tipps, wie man sich in gefährlichen Situationen verhalten sollte, wirken sich positiv auf das Sicherheitsempfinden der Geschäftsreisenden aus.“

TRAVELbusiness-Background: Die CWT Safety & Security Study wurde von Carlson Wagonlit Travel in Auftrag gegeben und von der Artemis Strategy Group zwischen dem 29. Januar und dem 9. Februar 2018 durchgeführt.

Die Studiendaten wurden durch die Befragung von mehr als 2.000 Geschäftsreisenden der Regionen Amerika (Brasilien, Kanada, Chile, Mexiko und den USA), Europa (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und dem Vereinigten Königreich) und Asien-Pazifik (Australien, China, Indien, Japan, Singapur und Südkorea) ermittelt. Voraussetzung für die Studie war, dass die Befragten innerhalb der vergangenen zwölf Monate mehr als vier Geschäftsreisen absolviert hatten.


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