Start Business Japan greift Afrika mit zehn Milliarden Euro unter die Arme

Japan greift Afrika mit zehn Milliarden Euro unter die Arme

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Im wirtschaftlichen Wettlauf mit China auf dem schwarzen Kontinent ist Japan deutlich ins Hintertreffen geraten. Deshalb will Japan die Entwicklung Afrikas in den kommenden fünf Jahren mit 140 Billionen Yen (10,7 Milliarden Euro) unterstützen. Das gab kürzlich der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe vor Vertretern von mehr als 50 afrikanischen Staaten zu Beginn einer dreitägigen Konferenz in Tokio bekannt.

Rechnet man noch die bislang in Aussicht gestellten privaten Mittel hinzu, ergibt sich sogar ein Betrag von umgerechnet 24,5 Milliarden Euro. Mit der Tokyo International Conference on African Development (TICAD) bemüht sich Japan, die Beziehung zu dem Kontinent zu stärken.

„Was Afrika nun braucht sind Investitionen im Privatsektor“, sagte Abe in seinem Referat. Public-Private-Partnerships (Kooperationen zwischen öffentlichen Organisationen und privaten Unternehmen) seien ein Hebel für solche Investitionen. Abe kündigte auch an, dass rund tausend afrikanische Studenten in den kommenden fünf Jahren die Möglichkeit erhalten, an japanischen Universitäten zu studieren und in japanischen Unternehmen Praktika zu machen.

Japans Industrie sieht Afrika als einen potentiellen Wachstumsmarkt an. Trotz langjähriger Beziehungen mit Afrika ist Japan jedoch bei Investitionen und Handelsvolumen zuletzt deutlich hinter dem Rivalen China zurückgefallen. Das offensive Auftreten Chinas auf dem Kontinent führte dazu, dass das Handelsvolumen der Volksrepublik inzwischen fünf Mal so hoch wie dasjenige Japans ist und die direkten Investitionen acht Mal so hoch sind. (Quelle: DW)