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Preise für Hotel und Flug steigen 2019

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Preise für Hotel und Flug werden erhöht
Preise für Hotel und Flug steigen wieder im kommenden Jahr und erhöhen die Geschäftsreisekosten

Die Geschäftsreisebranche muss 2019 mit höheren Reisekosten rechnen. Das zeigt der aktuelle Global Travel Forecast, der jährlich von der GBTA und Carlson Wagonlit Travel mit Unterstützung der Carlson Family Foundation veröffentlicht wird. Demnach sorgen der erwartete Weltwirtschaftsaufschwung und steigende Ölpreise dafür, dass die Preise für Hotel um 3,7 Prozent und die Preise für Flug um 2,6 Prozent steigen werden. In Westeuropa muss mit einem Anstieg der Hotelpreise um 5,6 Prozent und der Flugpreise um 4,8 Prozent gerechnet werden.

„Obwohl die meisten Märkte wirtschaftlich auf einem guten Weg sind, gibt es mehrere Faktoren, die einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben könnten. Dazu gehören protektionistische Maßnahmen, das Risiko von Handelskriegen und die Unsicherheiten rund um den Brexit“, erklärt Michael W. McCormick, Executive Director und COO der GBTA. „Unsere Prognose unterstützt Einkäufer darin, den globalen Markt sowie die Schlüsselfaktoren für Preisentwicklungen besser einschätzen zu können, damit sie ein erfolgreiches Reiseprogramm aufbauen können.“

Steigende Preise trotz sinkender Inflation

„Es wird erwartet, dass die Preise in vielen Märkten auf der Welt steigen werden, auch wenn die Inflation gedämpft bleibt“, ergänzt Kurt Ekert, Präsident und CEO von Carlson Wagonlit Travel. „Der Forecast untersucht die Ursachen hierfür und gibt einen Überblick darüber, mit welchen Entwicklungen wir im kommenden Jahr rechnen können. Darüber hinaus können Einkäufer und Travel Manager diese Informationen für ihre nächsten Verhandlungen mit Partnern einsetzen.“

Neben wirtschaftlichen Ausblicken und Preisprognosen liefert der Bericht außerdem einen Überblick über die aktuellen Trends der Geschäftsreisebranche. „Die Zukunft des Geschäftsreiseverkehrs kann als beschleunigte Personalisierung bezeichnet werden. Mobile Technologien, künstliche Intelligenz und der Einsatz von Chatbots und prognostischen Daten spielen dabei eine wichtige Rolle“, sagt Kurt Ekert. „Der Erfolg eines Reiseprogramms ist eng mit neuen Technologien und der intelligenten Verarbeitung von Daten verbunden.“

Flugpreis-Prognosen für 2019

Der Flugsektor wird durch die Einführung von Ultra-Langstreckenflügen, der Tendenz der Airlines hin zu neuen Vertriebsmodellen und einem wachsenden Wettbewerb durch Billigfluggesellschaften, die inzwischen auch auf den Markt von Interkontinentalflügen drängen, geprägt sein.

Aufgrund des steigenden Ölpreises, einer Wettbewerbsverschärfung durch einen Mangel an Piloten, möglichen Handelskriegen und einer Zunahme der Preissegmentierung ist letztlich mit höheren Flugpreisen zu rechnen.

  • In Westeuropa kann mit einer Preissteigerung von bis zu 4,8 Prozent bei Flügen gerechnet werden. Besonders in Norwegen (+11,5 Prozent), Deutschland (+7,3 Prozent), Frankreich (+6,9 Prozent) und Spanien (+6,7 Prozent) ist der Anstieg deutlich. Im Gegensatz hierzu werden die Preise für Flüge in Osteuropa, Nahost und Afrika zwischen 2 Prozent und 2,3 Prozent fallen.
  • In Nordamerika ist laut der Prognose nur ein leichter Preisanstieg von 1,8 Prozent zu erwarten. Die Fluggesellschaften in den USA überarbeiten ihr Angebot, um besser auf die Nachfrage am Markt reagieren zu können – je nachdem, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen den USA und anderen Ländern entwickeln werden.
  • Die Preise für Flüge in Lateinamerika werden voraussichtlich um 2% im kommenden Jahr fallen. In Mexiko und Kolumbien kann allerdings ein leichter Anstieg von 0,1 Prozent und 1,2 Prozent beobachtet werden. Sehr deutlich wird der Preisanstieg in Chile ausfallen (+7,5 Prozent).
  • In der Region Asien-Pazifik sagt der Forecast einen Preisanstieg von 3,2 Prozent voraus. Dabei bleibt die Nachfrage in China hoch (+3,9 Prozent bei Flugpreisen) – das Land wird im Jahr 2020 auch den weltweit größten Reisemarkt stellen. Neben China sehen aber auch andere Länder der Region Preissteigerungen auf sich zukommen – besonders Neuseeland (+7,5 Prozent) und Indien (+7,3 Prozent). Das einzige Land in der Region, bei dem die Preise fallen werden, ist Japan mit -3,9 Prozent, weil das Land seine Kapazitäten für die Olympischen Spiele 2020 bereits ausgeweitet hat.
  • Zimmer im Hotel The Kunlun Jin Jang in Shnaghai mit Blick aufs Bett und die Stadt
    Auch Übernachtungen im Hotel „The Kunlun Jin Jang“ in der Millionenmetropole Shanghai werden teurer

    Hotelpreis-Prognosen für 2019

    Die Prognosen für Hotelpreise stehen in direktem Zusammenhang mit dem Zuwachs im Flugsektor, der für eine größere Nachfrage nach Hotelzimmern sorgt. Hotels setzen auf den Einsatz neuer Technologien, um ihren Gästen ein personalisiertes Reiseerlebnis bieten zu können.

    Die Hotellandschaft wird sich zudem durch weitere Zusammenschlüsse verändern, da hochpreisige Hotels mit Hotels der mittleren Preisklasse um jüngere Reisende konkurrieren müssen, die vermehrt auf Boutique-Hotels setzen.

  • In der Region Europa, Nahost und Afrika muss für Westeuropa mit einer Preissteigerung von 5,6 Prozent für Hotelübernachtungen gerechnet werden. Die Preise in Osteuropa und Nahost/Afrika fallen hingegen um 1,9 Prozent und 1,5 Prozent. Besonders deutlich fällt der Preisanstieg in Norwegen (11,8 Prozent), Spanien (8,5 Prozent), Finnland (7,1 Prozent) und Frankreich sowie Deutschland mit jeweils 6,8 Prozent aus.
  • Die Hotelpreise in Nordamerika werden laut der Prognose ebenfalls steigen – 5 Prozent in Kanada und 2,7 Prozent in den USA.
  • Die Region Asien-Pazifik wird eine Preissteigerung von 5,1 Prozent verzeichnen. Dabei gibt es große Unterschiede: während in Japan mit fallenden Preisen von 3,2 Prozent gerechnet werden kann, wird es in Neuseeland voraussichtlich einen Preisanstieg von 11,8 Prozent geben.
  • In Lateinamerika sagt die Prognose fallende Preise von 1,3 Prozent voraus. Während die Hotelpreise in Argentinien um 3,5 Prozent, in Brasilien um 1,9 Prozent und in Kolumbien um 0,7 Prozent zurückgehen werden, muss in Chile (+6,4 Prozent), Peru (+2,1 Prozent) und Mexiko (+0,6 Prozent) mit einer Zunahme der Preise gerechnet werden.

    Preisprognose für Bus, Bahn, Mietwagen und Taxi

    Laut des Travel Price Forecast muss im kommenden Jahr nur in Nordamerika mit leicht erhöhten Preisen für Transportmittel wie Bus, Bahn und Taxi gerechnet werden (+0,6 Prozent). In allen anderen Regionen werden die Preise stabil bleiben. Allerdings könnten die Mietwagenunternehmen insbesondere im vierten Quartal 2019 ihre Preise anheben.

    Die Reisenden werden vermehrt auf Apps für private Fahrdienste setzen, während das Interesse an Highspeed-Zügen aufgrund von hohen Kosten in Verbindung mit dem geringen Ausbau der benötigten Technik sinken wird. Im Mietwagenbereich setzen neue Technologien Trends, wie beispielsweise der Einsatz von vernetzten Autos.

  • Die Prognose sagt stabile Preise für die Region Europa, Nahost und Afrika voraus. In einigen westeuropäischen Ländern, wie Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien können allerdings Preissteigerungen von über 4 Prozent möglich sein – in Norwegen werden es voraussichtlich sogar +10 Prozent. Im Gegenzug kann Schweden mit einem Preisabfall von 13,9 Prozent rechnen.
  • Während die Preise in der Gesamtregion Nordamerika nur leicht steigen (+0,6 Prozent), sollen sie in Kanada um 3,6 Prozent steigen. Trendsetter in der Region könnte Audis App-basierter Mietwagenanbieter Silvercar sein, der mobile Buchungen ermöglicht und die Abwicklung bei der Abholung und Abrechnung stark vereinfacht hat.
  • Auch in der Region Asien-Pazifik bleibt die Preisentwicklung bei den Beförderungsmitteln auf Straße und Schiene stabil. Lediglich in Neuseeland (+4 Prozent), Indien (+2,7 Prozent) und Australien (+2,4 Prozent) werden die Preise steigen. Das Unternehmen Didi Chuxing wird seine Investitionen im Bereich des autonomen Fahrens weiter ausbauen, während Uber den heimischen privaten Fahrdiensten bereits das Feld in Südostasien überlassen hat.
  • Mit einer stabilen Preisentwicklung ist auch in Lateinamerika zu rechnen, auch wenn Argentinien (-9,7 Prozent) und Brasilien (-5,4 Prozent) fallende Preise verzeichnen werden. Für Chile wird ein Preisanstieg von 3,1 Prozent vorausgesagt.
  • TRAVELbusiness-Background: Die Prognosen wurden auf Grundlage der Buchungsdaten des weltweiten Kundenportfolios von CWT errechnet, einschließlich der anonymisierten Reisemuster von Reisenden der letzten sieben Jahre. Gleichfalls fließen in das statistische Modell die wichtigsten makroökonomischen und landesspezifischen wirtschaftlichen Kennzahlen ein, wie z. B. aktuelles und erwartetes Wachstum des Bruttoinlandprodukts, Arbeitslosenraten und Rohölpreise, außerdem bedeutende Faktoren auf Leistungsträgerseite (Quellen OAG und STR Global). Die Flugstatistiken weisen den Abflugort aus und schließen alle Flugtypen (Langstrecke, Kurzstrecke, Inlandsflug, Kontinentalflug, Interkontinentalflug) ein.


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