Start Business Warum haben Chefs Probleme mit Reise-Apps?

Warum haben Chefs Probleme mit Reise-Apps?

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Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)
Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)

Gratis-Apps bei iTunes für User von iPads und iPhones (Foto: Archiv/Apple)
Nützliche Apps für iPhones und Smartphones werden von vielen Führungskräften auf Geschäftsreisen nicht genutzt (Foto: Archiv/Apple)
Die Digitalisierung des privaten und geschäftlichen Alltags schreitet voran, aber jeder zehnte Geschäftsführer reist ganz ohne Smartphone. Viele Unternehmer verweigern sich hilfreichen Reise-Apps oder nutzen sie überhaupt nicht. Warum das so ist? Eine Studie gibt über das seltsame Verhalten der Führungskräfte Auskunft.

31 Prozent der Geschäftsreisenden nutzen zur Planung, Informationssuche oder Durchführung von Reisen bereits Apps auf ihrem Smartphone oder Tablet. Doch Chefs sind bei den neuen technischen Möglichkeiten zurückhaltender: Nur 22 Prozent von ihnen sind auf Geschäftsreisen bisher App-Nutzer. Neun Prozent der Geschäftsführer und Vorstände reisen sogar noch komplett ohne mobiles Gerät. Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2015“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV).

Vier von fünf Befragten bekommen für Geschäftsreisen ein Smartphone von ihrem Arbeitgeber gestellt. Von allen reisenden Führungs- und Fachkräften kommen derzeit noch sieben Prozent unterwegs ganz ohne Mobilgerät aus.

Viele, die eines dabei haben, beschränken sich offenbar nach wie vor auf herkömmliche Funktionen wie Telefonieren und Kurznachrichten: Die knappe Mehrheit von 52 Prozent gibt an, dass sie noch keinerlei Apps für Smartphone oder Tablet auf Geschäftsreisen nutzt.

Dabei gibt es bereits eine Reihe von Anwendungen, die beispielsweise aktuelle Informationen zu Unterkünften oder Verkehrsverbindungen liefern und damit die Planung und Durchführung von Geschäftsreisen erleichtern.

„Noch sind die App-Nutzer in der Minderheit, doch das wird sich schnell ändern“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Für die nachrückende Generation ist der Umgang mit Smartphone und Tablet-PCs eine Selbstverständlichkeit. Sie verlangen nach entsprechenden Lösungen, die Geschäftsreisen bequemer machen.“

Dass das Alter bei der Affinität zu modernen Informationstechnologien eine Rolle spielt, belegt auch die Studie: Nur 25 Prozent der Über-40-Jährigen nutzen Smartphone-Anwendungen. Bei den jüngeren Reisenden sind es bereits 38 Prozent. Innerhalb der Gruppe, die bereits Apps verwenden, nutzen drei Viertel die App eines Geschäftsreisebüros.

Unternehmen brauchen Richtlinien zur Nutzung von Apps

Während mobile Anwendungen auf dem Vormarsch sind, müssen sich Arbeitgeber aber auch die Risiken vergegenwärtigen: Wenn Mitarbeiter beliebige Software auf ihre Mobilgeräte laden, auf denen auch sensible Informationen zum Unternehmen gespeichert sind, stellt dies eine Bedrohung für die Datensicherheit dar.

Apps können auf dem iPhone auch als reiner Text dargestellt werden
Apps können auf dem iPhone auch als reiner Text dargestellt werden
Denn manche Apps spionieren heimlich Daten aus und geben sie an Unbefugte weiter. „Die Unternehmen brauchen verbindliche Reiserichtlinien, darin müssen sie auch klare Vorgaben zur Nutzung von Smartphone-Anwendungen machen“, rät Stefan Vorndran.

Professionelle Geschäftsreisebüros empfehlen Apps, die nicht nur wertvolle Hinweise liefern, sondern auch sicher sind.

Viele bieten auch eigene mobile Anwendungen an, die Informationen für reisende Mitarbeiter bündeln. Bei der Erstellung entsprechender Reiserichtlinien stehen die Experten den Unternehmen zudem beratend zur Seite.

Background: Die Studie „Chefsache Business Travel 2015“ wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt. Die Daten wurden vom 2. bis 16. Oktober 2014 erhoben.

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