

Die deutsche Bundesregierung hat sich bereit erklärt, verschiedene Testszenarien für die vorgesehene Pilotstudie für eine elektronische Grenzkontrolle in Europa durchzuführen. Voraussichtlich vom 22. Juni bis zum 6. September 2015 soll die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt/Main testweise bis zu zehn Fingerabdrücke bei Freiwilligen abnehmen.
Das rund 3,5 Millionen Euro teure Pilotprojekt für das geplante Ein- und Ausreisesystem, das Teil des umstrittenen Brüsseler „Smart-Borders“-Paket ist, betreut die EU-Agentur für den Betrieb von IT-Großsystemen EU-Lisa.
Die deutsche Regierung hat für den eigenen Probelauf insgesamt rund 700.000 Euro bei der EU-Behörde angesetzt. Dabei sollen vorhandene Fingerabdruckscanner von Crossmatch sowie neue, von EU-Seite zur Verfügung gestellte kontaktlose Geräte von Morpho eingesetzt werden. Zudem soll das bestehende automatisierte Grenzkontrollsystem EasyPass für den Test „ertüchtigt“ werden.
Laut Heise Online beteiligen sich das deutsche Innenministerium, Secunet, einer der führenden deutschen Anbieter für anspruchsvolle IT-Sicherheit, die Bundesdruckerei, Capgemini und MSG an dem Projekt.
Über EU-Lisa sind ferner die Grenzschutzbehörde Frontex und das Beratungshaus PwC einbezogen.
Außerdem will Deutschland mit „nationalen Experten“ dabei mitwirken, weitere Probleme rund um das geplante Projekt zu lösen.
Eine Machbarkeitsstudie hatte zuvor ergeben, dass die von der EU-Kommission vorgesehene Abnahme von zehn Fingerabdrücke bei Einreisenden aus Drittstaaten in ein EU-Land vor allem an Kontrollstellen mit Autoverkehr zu zeitaufwändig sein könnte.




































