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Vor Iran-Reisen wird derzeit noch gewarnt!

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Die Außenministerien in Wien, Berlin und London warnen vor Reisen nach Iran (Foto: VladoZg, Pixabay
Die Außenministerien in Wien, Berlin und London warnen vor Reisen nach Iran. In der Hauptstadt Teheran herrscht derzeit eine überaus aggressive antiwestliche Stimmung (Foto: VladoZg, Pixabay)

Im Iran herrscht ein hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe 4). Das meldet das österreichische Außenministerium. So wird von nicht unbedingt notwendigen Reisen abgeraten. Auch die Deutsche Bundesregierung hat ihre Reise- und Sicherheitshinweise für den Iran angepasst: „Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht erforderliche Reisen nach Iran“, rät das Auswärtige Amt. Austrian Airlines hat inzwischen die Teheran-Flüge eingestellt. Auch die EU rät von Reisen in den Iran ab!

Die Sicherheitslage in der Region ist nach dem Tod des iranischen Generals Qassem Soleimani bei einem US-Luftangriff in Bagdad am 3. Januar 2020 bedrohlicher geworden und kann sich weiterhin sehr schnell ändern. In vielen Städten ist es anlässlich der dreitägigen Staatsstrauer zu Massendemonstrationen gekommen. „Mit weiteren auch gegen Ausländer gerichteten und eskalierenden Protesten muss gerechnet werden“, warnt das Auswärtige Amt auf seiner Website.

„Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht erforderliche Reisen nach Iran. Halten Sie sich über die aktuellen Entwicklungen und diese Reise- und Sicherheitshinweise informiert“, teilt die Behörde mit. Auch das britische Aussenministerium rät, nicht unbedingt erforderliche Reisen in den Iran zu verschieben. Ausserdem könne sich nach dem Tod von Soleimani im gesamten Nahen Osten die Sicherheitslage für westliche Besucher schnell ändern, so das britische Foreign Office.

Es wird abgeraten, Demonstrationen zu beobachten und zu fotografieren. Das könnte zu einer Verhaftung führen. Es wird geraten, Medienberichte zu verfolgen und solche Gebiete großflächig zu meiden.

Islamkritische Äußerungen und Publikationen im Westen können zu spontanen oder gezielten Angriffen auf westliche Einrichtungen und Personen führen.

Das österreichische Außenministerium empfiehlt dringend, den Reisepass (mit Visa bzw. Aufenthaltsgenehmigung) und relevante Unterlagen sowie ein Mobiltelefon bei sich zu haben, um sich entsprechend ausweisen und notfalls die Botschaft kontaktieren zu können. Telefonische Erreichbarkeit für Österreicher in Notsituationen: +989123873793.

Bei Kontakten mit Iranern muss mit dem Abhören von Gesprächen und des Telekommunikationsverkehrs einschließlich E-Mails gerechnet werden. Militärische Sperrgebiete, vor allem die Strecke Semnan – Mo-Alleman-Jandaq durch die Dasht-e-Kavier Wüste sind zu beachten.

Wo im Iran ein strenges Reiseverbot herrscht

In den folgenden gesperrten Gebieten sollten Reisende sich nicht aufhalten:

West Aserbaidschan: Grenzstädte der Provinz
Ilam: Mehran, Dehloran und Grenzstädte
Teheran: Bezirk Khojair (der 13. Bezirk Teherans)
Süd Khorason: Ferdows, Sarayan und Grenzstädte
Khuzestan: Dashte Azadegan (Abadan und Khoramshahr nur mit gültigem Aufenthaltstitel erlaubt)
Semnan: In Garmsar am Anfang von Gasre Bahram, Versuchsgebiet Meraj 1, Damghan, von der Jandagh-Straße bis zum Versuchsgebiet Seraj
Sistan und Beluchistan: Zabol, Hirmand, Zahak und Grenzgebiete von Khash, Iranshahr, Sarawan und Chabahar
Kurdistan: Zentrum von Sagez, Baneh, Mariwan und Grenzstädte (außer Besuchsstädte)
Kermanshah: Grenzstädte der Provinz

Für Urlaubsreisen und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen. Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit erhöhtem oder hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Bern hat die Reisehinweise ebenfalls angepasst, rät aber nicht explizit von Reisen in den Iran ab.

Folgender Hinweis ist auf der Website des Schweizer EDA zu lesen: „Die Sicherheitslage ist unübersichtlich und kann sich lokal kurzfristig ändern. Verfolgen Sie die Entwicklung der Lage in den Medien und über Ihren Reiseveranstalter und meiden Sie Massenveranstaltungen und Demonstrationen jeder Art. Seien Sie generell wachsam und zurückhaltend. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.“


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