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Was Türkei-Touristen jetzt wissen müssen

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Weinproduktion in der Türkei
Weinproduktion in der Türkei

Panzer sind in türkischen Städten aufgefahren, die Lage im Land ist äußerst angespannt. Das Auswärtige Amt in Berlin und das österreichischen Außenministerium raten Urlaubern in Istanbul und Ankara im Zweifel, das Hotel nicht zu verlassen. TUI bietet allen Urlaubern für Anreisen bis zum 17. Juli an, kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Dafür sollten sich die Urlauber an ihre Buchungsstelle wenden.

Touristen vor Ort, die ihren Urlaub abbrechen möchten, könnten dies tun. Eine vorzeitige Abreise wird durch die Reiseleitung vor Ort organisiert.

Das Ausflugsprogramm am Samstag wurde vorsorglich abgesagt. Ähnlich verfährt die Thomas-Cook-Gruppe (Neckermann, Öger, Thomas Cook, Condor). Urlauber, die am Sonntag in die Türkei reisen, könnten kostenfrei umbuchen oder stornieren. Laut Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband (DRV) reagieren so ähnlich auch die meisten anderen Veranstalter.

Können Urlauber, die angesichts der Lage nicht mehr in die Türkei reisen oder ihren Urlaub abbrechen möchten, das das kostenlos tun? Wie ist die Rechtslage?

Das hängt vor allem davon ab, in welche Region der Türkei der Urlaub gebucht wurde. Bei einem Badeurlaub etwa in Antalya, dürften Urlauber nach Einschätzung von Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg schlechte Karten haben – beziehungsweise es fallen Stornierungskosten an, wenn sich die Veranstalter nicht kulant zeigen.

Wer einen Städtetrip nach Istanbul gebucht hat, dürfte dagegen weniger Probleme bekommen – so bieten die meisten Veranstalter für die Stadt seit dem Anschlag am Flughafen in Istanbul kostenlose Umbuchungen und Stornierungen bis 31. Juli an.

Am Freitagabend war der Istanbuler Flughafen geschlossen worden, alle Flüge wurden abgesagt, auch deutsche Airlines mussten Flüge streichen. Wer auf einen der Flüge gebucht war, bekommt von der Airline sein Geld zurück oder kann eine Ersatzbeförderung verlangen. Eine Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung gibt es jedoch nicht. „Das ist eindeutig höhere Gewalt, da gibt es kein Geld“, so Fischer-Volk.