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Wird Inselurlaub in Griechenland teurer?

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Urlaub auf der Insel Santorin
Urlaub auf griechischen Ferieninseln wie etwa Santorin wird für Touristen spürbar teurer, weil die Regierung in Athen die Mehrwertsteuer erhöhen will (Foto: Rennett Stowe/Wiki Commons)
Griechenlandurlauber müssen heuer wahrscheinlich tiefer in die Ferienbrieftasche greifen: Die Regierung in Athen plant den seit Jahrzehnten geltenden ermäßigten Steuersatz auf den beliebten Urlauberinseln wie Mykonos, Santorin oder Paros auf das Festlandsniveau von 23 Prozent anzuheben.

Noch auf der ITB in Berlin versicherte Elenea Kountoura, die neue „stellvertretende Ministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Schifffahrt und Tourismus“, so ihr offizieller Titel, dass „die Regierung keine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Tourismusbereich“ plane.

Denn nach dem Rekordjahr 2014 erwartet die Tourismusministerin weitere Zuwächse gerade aus den Quellenmärkten Deutschland, Schweiz und Österreich. Aber jetzt ist ihre Ankündigung Schnee von gestern,

Wer seinen Urlaub auf einer griechischen Ferieninsel in der Ägäis verbringen will, muss mit dem höheren Mehrwertsteuersatz von 23 Prozent rechnen. Das teilte jetzt die stellvertretende Finanzministerin Nadja Valavani im Fernsehen mit.

In Griechenland gelten auf rund 180 Inseln der Ägäis – außer Kreta – Mehrwertsteuersätze, die 30 Prozent unter denen des Festlandes liegen. Damit sollen die teuren Transportkosten für diese Inseln ausgeglichen und der Tourismus gefördert werden.

Doch nun ist alles wieder anders. Nadja Valavani: „Wer würde sich daran stören, wenn auf Mykonos und Santorin gleiche Mehrwertsteuern gezahlt werden?“

Alle fragen sich nun: Gibt es in der griechischen Regierung keine Koordination zwischen den einzelnen Resorts? Die griechischen Inselbewohner sind empört, die Touristen verunsichert und verärgert. (Redaktion: Georg Karp)

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