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Warum es eine Reisewarnung für Italien gibt

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Das Coronavirus hat jetzt Italien erreicht. Das österreichische Außenministerium hat deshalb eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) ausgerufen (Illustration: Geralt, Pixabay)
Das Coronavirus hat jetzt Italien erreicht. Das österreichische Außenministerium hat deshalb eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) ausgerufen (Illustration: Geralt, Pixabay)

Das Coronavirus hat Italien erreicht: Mehr als 400 Infizierte, zwölf Todesfälle.o Aufgrund der schnellen Ausbreitung des Covid-19 hat das österreichische Außenministerium eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) für die Gemeinden Vò Euganeo, Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano in der Lombardei und Venetien, da von den italienischen Behörden für diese Ein- bzw. Ausreisesperrren verhängt wurden. Vor Reisen in diese Gemeinden wird gewarnt. Das deutsche Auswärtige Amt hat bisher keine Reisewarnung verkündet. Rund 50.000 Menschen in der Lombardei und Venetien dürfen die Region nicht mehr verlassen.

Wegen der bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus (COVID-19) – derzeit in den Regionen Lombardei, Venetien, Emilia Romagna, Piemont, der Provinz Trient und Latium/Rom – haben die italienischen Behörden in Zusammenarbeit mit allen involvierten Institutionen unmittelbar Kontrollen und Prüfungen der Personen eingeleitet, die mit den Patienten in Kontakt standen.

Seit 30.1.2020 ist auch der Flugverkehr von Italien mit der Volksrepublik China, inklusive Hongkong und Macao bis auf weiteres eingestellt. Diese Bestimmungen betreffen auch Taiwan. Wegen der möglichen Verbreitung des aus China (Wuhan) stammenden Coronavirus wurden an den Flughäfen und Häfen Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen für ankommende Passagiere eingerichtet.

Austrian Airlines freut sich über mehr Passagiere und bessere Auslastung in den Sommermonaten (Foto: Michèle Pauty, Austrian Airlines)
Austrian Airlines haben ihre Flüge von und nach China vorerst auf Eis gelegt (Foto: Michèle Pauty, AUA)

Die Austrian Airlines und Lufthansa fliegen weiterhin nicht von und nach China. Dies gilt bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März 2020 und betrifft die Destinationen Peking und Shanghai. Rund 70 Airlines weltweit haben alle Flüge von und zum chinesischen Festland gestrichen, weitere 50 haben ihren Flugplan gekürzt.

Reisewarnung gilt für bestimmte Regionen

Die italienische Regierung hat am 22. und 23. Februar eine Reihe von Maßnahmen beschlossen: Für 10 Gemeinden in der Lombardei und eine in Venetien wurden Ein- bzw. Ausreisesperren verhängt: Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo, San Fiorano und Vò Euganeo.

Universitäten, Kindergärten und Schulen in der Lombardei, Ligurien, Piemont, Südtirol, Trient, Friaul-Julisch Venetien, Emilia Romagna und Venetien bleiben bis zumindest 1. März 2020 geschlossen.

In den Regionen Lombardei, Venetien und Friaul-Julisch Venetien wurden überdies alle größeren öffentlichen Veranstaltungen, in Venedig und der Lombardei auch private Veranstaltungen, für die kommende Woche abgesagt. Davon betroffen sind Sport- und Kulturveranstaltungen und in der Lombardei und Venetien Gottesdienste, Museen und Nachtlokale. Im Zugsverkehr zwischen Bologna und Mailand kann es zu Verspätungen und Ausfällen von Zügen kommen.

Die Region Friaul-Julisch Venetien hat am 22. Februar 2020 den Zivilschutznotstand erklärt. Der Notstand ist zurzeit in erster Linie eine administrative Maßnahme, die es der Region ermöglicht, im Bedarfsfall ohne die sonst verpflichtenden öffentlichen Ausschreibungen bestimmte medizinische Anschaffungen durchführen und Bauten errichten zu können.

Reisenden in den betroffenen Regionen wird empfohlen, größere Menschenansammlungen zu vermeiden, die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen strikt einzuhalten und den Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

Personen in Italien, die grippeähnliche Symptome aufweisen, sollen auf keinen Fall zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, sondern die Telefonnummer +39 1500 anrufen, um die weitere Vorgangsweise abzuklären.

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