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Fünf Fehler, die die Reisebranche gefährden!

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Fünf Fehlentwicklungen in der Corona-Krise könne die gesamte Reisebranche in den Abgrund stürzen (Foto: Pixabay)
Fünf Fehlentwicklungen in der Corona-Krise können die Reisebranche in den Abgrund stürzen (Foto: Pixabay)

Die Corona-Pandemie bringt die Reisebranche ins Trudeln: Angesichts der neuen Welle von COVID19-Neuinfektionen und der damit überwiegend nicht koordinierten Maßnahmen der EU-Regierungen warnt der Österreichische Reiseverband (ÖRV) vor fünf Fehlentwicklungen, die den Weiterbestand der gesamten Branche massiv gefährden.

ÖRV-Generalsekretär Walter Säckl: „Nicht nur tausende Arbeitsplätze sind in ernster Gefahr, sondern auch das kostbare und gesundheitsfördernde Gut Urlaub!“

„Jeden Tag gibt es derzeit in Europa neue Corona-bedingte Regelungen für Auslandsreisen, Quarantäne-Bestimmungen und Restriktionen in den Bereichen Hotellerie und Gastronomie, während die dringend benötigten Hilfsmaßnahmen zur Rettung der Reisebranche immer noch auf sich warten lassen“, sagt der Generalsekretär.

„Wenn es nicht unverzüglich zu einheitlichen, klaren Richtlinien kommt und der von der österreichischen Bundesregierung längst beschlossene Fixkosten-Zuschuss Phase 2 endlich von der EU-Kommission in Brüssel abgesegnet wird, ist die Liquidität in den Betrieben endgültig erschöpft.“

Die Folge sei nicht nur der Verlust tausender Arbeitsplätze, auch die Österreicherinnen und Österreicher können dann auch keine Auslandsreisen mehr bei Profis mit gewohnten Qualitäts- und Sicherheitsstandards buchen.

Welche Gefahren bedrohen die Reisebranche?

Der ÖRV fasst die gegenwärtigen fünf dramatischen Fehlentwicklungen in der zweifellos notwendigen Corona-Bekämpfung zusammen:

1. Wildwuchs der Reisewarnungen und komplizierte Einreisevorschriften. Zahlreiche Regierungen in Europa (zuletzt etwa Zypern) reagieren derzeit auf die erhöhte Corona-Ausbreitung mit nicht koordinierten Reisewarnungen und teilweise chaotisch umgesetzten Einreisevorschriften mit Corona-Tests und Quarantäne, die für Verwirrung und Chaos sorgen.

Der ÖRV schließt sich den Forderungen des Dachverbandes der europäischen Reisebüros und Reiseveranstalter ECTAA an, nach EU-weit gültigen Richtlinien an – etwa länderübergreifende Anerkennung der Corona-Tests, regionale Reisewarnungen statt Warnungen für gesamte Länder und Strategien für internationales Contact Tracing.

2. Uneinheitliche verwirrende Regelungen. Von der Lokal-Sperrstunde bis zur Maskenpflicht herrschen in vielen Regionen unterschiedliche Regelungen. Auch das trägt zur Verwirrung und Verunsicherung von Urlaubern bei.

Der ÖRV appelliert an regionale Entscheidungsträger die Maßnahmen abzustimmen und verweist auf die wertvolle Unterstützung durch die Profis in den Reisebüros gerade in herausfordernden Zeiten.

„Die Mitarbeiter in den Reisebüros halten sich ständig auf dem Laufenden und informieren die Urlauber über jede Änderung. Sie tun alles, damit die Urlaubsfreude trotz der Corona-Krise möglichst ungetrübt bleibt“, so Walter Säckl.

3. Unverhältnismäßige Quarantäne-Maßnahmen. Die europäischen Regierungen wie etwa in Deutschland reagieren derzeit mit Zwangsquarantäne für Heimkehrer aus Risikogebieten.

„Diese Maßnahme führt zu einem neuerlichen Lockdown für die Reisebranche und zu einer massiven Verunsicherung der Kunden“, betont ÖRV-Präsident Dr. Josef Peterleithner. Der österreichische Reiseverband schließt sich den Forderungen des deutschen Reiseverbandes an, nach dem Motto „Coronatest statt Stubenarrest“ COVID19-Schnelltests bei der Einreise zu forcieren.

4. Verschleppung des Fixkosten-Zuschusses. Noch immer gibt es für den von der österreichischen Bundesregierung beschlossenen Fixkostenzuschuss Phase 2 kein grünes Licht seitens der EU. Dieser sieht unter anderem Ausgleichszahlungen für Vorleistungen zu Reisen, die wegen Corona nicht stattfinden konnten, vor.

„Jeder Tag, an dem dieser dringendst benötigte Rettungsschirm verschleppt wird, ist ein Tag zu viel!“ so der eindringliche Appell des ÖRV-Präsidenten für die Zustimmung zu dieser Förderung, die in einem beispiellosen Schulterschluss mit allen Berufsverbänden, Bundesregierung und Ministerien erarbeitet wurde.

5. Angst- und Panikmache. Der Anstieg der Corona-Infektionen führt derzeit europaweit dazu, dass Medien, aber auch Politiker Angst- und Panikmeldungen verbreiten.

Pauschalreisen bieten maximalen Schutz

Der ÖRV verweist in diesem Zusammenhang auf Aussagen anerkannter Virologen, die zu mehr Gelassenheit im Umgang mit der Pandemie aufrufen. So rät etwa der renommierte Innsbrucker Mediziner und Infektiologe Günter Weiss dazu, nicht täglich auf die Fallzahlen zu starren und nicht bei jedem Schnupfen in Panik zu verfallen.

Ein sorgsamer, aber rationaler Umgang mit Corona sei dringend ratsam, um das soziale sowie wirtschaftliche Leben und damit auch die Gesundheit aufrecht zu erhalten. Der ÖRV appelliert daher an Urlaubshungrige, auch in dieser herausfordernden Zeit ihrer Sehnsucht an ihren Urlaubsplänen festzuhalten und nicht auf Reisen zu verzichten.

„Viele Urlauber berichteten nach ihrer Rückkehr dankbar, dass sie durch die Auszeit im wahrsten Sinne des Wortes Abstand von den derzeit besonderen Belastungen des Alltags gewonnen und gestärkt zurück gekehrt sind,“ so der ÖRV-Generalsekretär Walter Säckl. Und: „Gerade die Pauschalreise bietet dank weltweit vernetzter Leistungsträger maximalen Schutz und trägt außerdem im Fall von Corona-Ausbrüchen eine nahezu lückenlose Nachverfolgung der Infektionskette.“

„Wenn diese fünf Fehlentwicklungen nicht unverzüglich korrigiert werden, sind nicht nur tausende Arbeitsplätze in der Reisebranche in Gefahr, sondern auch das kostbare und gesundheitsfördernde Gut Urlaub“, meint Walter Säckl.


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