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Bangkok: Wer steckt wirklich hinter dem Anschlag?

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Bangkok: Skytrain
Der Bombenanschlag im Touristenzentrum von Bangkok hat das Land erschüttert. Vermutlich stecken hinter dem Anschlag Uiguren und keine internationalen Terroristen (Foto: Pixabay)

Bangkok: Skytrain
Hinter dem Bombenanschlag im Zentrum von Bangkok stecken laut Polizei vermutlich Uiguren (Foto: Pixabay)
Der tödliche Bombenanschlag in einem Touristenviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok geht nach Ansicht der Militärregierung wahrscheinlich nicht auf das Konto internationaler Terroristen. Dies sei das vorläufige Ergebnis von Beratungen der nationalen Ermittler mit Behörden verbündeter Staaten, sagte ein Regierungssprecher.

Es gebe auch keine Anhaltspunkte, dass sich der Angriff gegen chinesische Touristen gerichtet habe. Das Ziel des Anschlags, der Erawan-Schrein, ist bei Reisenden aus China ein beliebtes Ziel, berichtet der Online-Dienst Deutsche Welle. Bei dem Anschlag am Montag wurden 20 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt. Die Ermittlungsbehörden baten Interpol um Hilfe bei der Fahndung nach dem Hauptverdächtigen, der Ausländer sein soll.

Thailändische Medien hatten spekuliert, hinter der Tat könnte ein Uigure stecken. Die Minderheit der Uiguren wird in China verfolgt. Thailand hatte Anfang Juli mehr als 100 illegal eingereiste Uiguren gegen ihren Protest in ihre Heimat abgeschoben.

Der Anschlag sei gut geplant gewesen, „mehr als zehn“ Menschen seien daran beteiligt gewesen, sagte Polizeichef Somyot Poompanmoung. Der Hauptverdächtige, der am Tatort einen Rucksack deponiert hatte, könnte sich nach Einschätzung der Ermittler bereits ins Ausland abgesetzt haben. Die internationale Polizeibehörde Interpol ist eingeschaltet, um nach ihm zu fahnden. Die Polizei sucht in Bangkok zudem nach zwei mutmaßlichen Komplizen.

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