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Die besten Reisepässe, die Grenzen öffnen

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Ein aktuelles Ranking zeigt, welche Reisepässe den Besitzern die größtmögliche Mobilität weltweit ermöglichen (Foto: Passport Index)
Ein aktuelles Ranking zeigt, welche Reisepässe die größte Mobilität weltweit ermöglichen. Dabei wurden 199 Pässe von Afghanistan bis Malawi und ..... (Foto: Passport Index)

Die wachsende Mobilität hat das letzte Jahrzehnt dominiert. Laut der Plattform für Mobilitätsdaten „Passport Index 2019“ kommen die besten und beliebtesten Reisepässe des Jahrzehnts nicht aus Europa oder Nordamerika, sondern sind Länder, die sich leise an die Spitze der Ranglisten gesetzt haben: Der Index offenbart den langsamen Aufstieg von Inselstaaten in die Ränge der wachstumsstärksten Reisepässe. Auch Nationen in Afrika arbeiten sich schnell von den letzten Plätzen nach oben.

Die Welt hat sich im vergangenen Jahrzehnt deutlich geöffnet – trotz Mauerbaus in den USA und geschlossener Grenzen. So ist die Welt derzeit zu 54 Prozent für Reisende geöffnet. Aber: „Bei einer durchschnittlichen Steigerung von 4 Prozent im Jahresvergleich ist es unvorstellbar, dass sich die Welt bis 2035 komplett für Reisende öffnen könnte“, sagte Armand Arton, CEO von Arton Capital Passport Index.

Europäische Reisepässe nach wie vor an der Spitze

Es überrascht nicht, dass mehrere europäische Länder in den vergangenen zehn Jahren auf wechselnden Top-5-Plätzen der mächtigsten Reisepässe zu finden sind. Während einige von ihnen vor einem Jahrzehnt noch die Spitzenplätze dominierten, sind die Sieger heute gänzlich anders gelagert. Beispielsweise fehlen die USA, die wenig bis keine Fortschritte machten oder Aufmerksamkeit erhielten, trotz des Versprechens von Präsident Donald Trump, „Amerika wieder groß zu machen“.

Viele Staaten haben erkannt, wie wichtig die Macht ihres Reisepasses ist. So verrät der Passport Index, dass es im zu Ende gehenden Jahrzehnt Außenseiter wie Inselstaaten und ehemalige Sowjetrepubliken waren, die mit Blick auf Wachstum ihre Grenzen geöffnet und Reisebeschränkungen abgebaut haben.

Ob Vanuatu oder die Republik Moldau, ob die Ukraine oder Taiwan – die Liste zeigt den Vormarsch der Außenseiter. Gegenüber 2010 haben sich die meisten dieser Reisepässe auf über 100 Prozent ihrer ursprünglichen Reisepass-Macht katapultiert.

Und mit einer überragenden Steigerung seiner Reisepass-Macht zwischen 2010 und 2019 um 161 Prozent sichert sich das Einhorn des Jahrzehnts den 1. Platz im Rampenlicht: Als bester Reisepass des Jahrzehnts belegen die Vereinigten Arabische Emirate. Insgesamt wurden mehr als 111 Programme für die Befreiung von der Visumpflicht aufgelegt, die meisten davon in den letzten drei Jahren.

... von Malaysia  bis Zimbawe bezüglich der Weltoffenheit bewertet (Foto: Passport Index)
… von Malaysia bis Zimbawe bezüglich der Weltoffenheit bewertet (Foto: Passport Index)

Die Gewinner und Verlierer im Passport Index

Die VAE verteidigen seit über einem Jahr ihren Vorsprung und sind mit ihrem kometenhaften Aufstieg eines der faszinierendsten Beispiele, wie sich ein nationales Ziel erfolgreich umsetzen lässt.

Die ideale Richtung für den Reisepass einer jeden Nation ist nach oben. Diese beiden Länder haben aber einen unvergleichlichen Erfolgswillen gezeigt. Laut dem Passport Index Report 2019 gehörten Angola und China vor zehn Jahren noch zu den Schlusslichtern und haben seither substanzielle Fortschritte erzielt.

Es ist absolut faszinierend, den Aufstieg afrikanischer Länder aus dem hinteren Feld zu beobachten. Manche konnten nicht nur ihre Platzierung verbessern, sondern haben es in den vergangenen zehn Jahren geschafft, den 10 Abstiegsplätzen zu entkommen, darunter Angola, Burundi, die Komoren, Dschibuti und Äquatorialguinea.

Der Krieg in Syrien hat das Land auf den 3. Platz als weltweit „schwächster und unbedeutendster Reisepass“ verdrängt. 2010 befand sich Syrien nicht einmal in der Liste der letzten 10. Dies ist eine wichtige Erkenntnis, da sie den Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen und politischen Lage in einem Land und der Macht seines Reisepasses aufzeigt. Weitere Beispiele sind der Jemen, die palästinensischen Gebiete und Libyen, die die Liste der letzten 10 nach oben aufrunden.

Die Unterschiede auf den hinteren Plätzen sind schockierend. Am Ende der Rangliste finden sich hauptsächlich kriegszerrüttete und unterentwickelte Länder. Aber wenn man die Unterschiede am Anfang und Ende dieses Jahrzehnts genau betrachtet, zeichnet sich ein Bild der politischen Weltlage ab. Die Länder, die im Index Report auf den hinteren Plätzen liegen, bieten ihren Bürgern Zugang zu weniger als 20 Prozent unserer Welt. Die Verschiebung kann Jahr für Jahr präzise nachverfolgt werden.

Weltoffenheit sorgt für mehr Reisefreiheit

Für Nationen, die sich für Weltoffenheit entschieden haben, was das vergangene Jahr von großem Fortschritt und überraschendem Wachstum geprägt. Die VAE verteidigten ihre internationale Führungsposition und erweiterten ihre in Aufwärtstrend befindliche Mobilitätsnote um mehr als 12 Länder.

Länder wie Katar, Ruanda, die Ukraine, Macau und Indonesien folgten dicht dahinter und demonstrierten im zurückliegenden Jahr enormes Wachstum und großen Fortschritt bei der Macht ihres Reisepasses.

Auch Saudi-Arabien hat es auf die Liste der wachstumsstärksten Reisepässe von 2019 geschafft. Dies legt nahe, dass der führende Reisepass einige Nachahmer inspiriert hat.

Immer mehr Nationen haben in diesem Jahr Programme für „Einbürgerung durch Investition“ aufgelegt und so die Macht ihrer Reisepässe gestärkt. Einer der wichtigsten Vorteile dieser Programme ist die globale Reisefreiheit. Es besteht kein Zweifel, dass der Nutzen eines mächtigen Reisepasses zu einem echten globalen Trend geworden ist. Ein Staat kann für sich und seine Bürger nachhaltige Vorteile und Perspektiven für eine erfolgreichere Zukunft schaffen, indem seine Regierenden die Bedeutung und Macht einer globalen Mobilität erkennen und diese konsequent durchsetzen.


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