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Fürsorgepflicht & Geschäftsreise: Was die Gen Z jetzt fordert

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Fürsorgepflicht & Geschäftsreise: Eine Frau mit einem Koffer auf dem Weg zum Flugsteig am Airport
In Krisenzeiten gewinnen Fürsorgepflicht & Geschäftsreise für die Gen Z immer größere Bedeutung (Foto: SAP)

Das Thema Fürsorgepflicht & Geschäftsreise erreicht durch die Gen Z eine neue Dimension. Während der Trend zum ‚Bleisure‘ – die Mischung aus Job und Urlaub – boomt, wächst die Verunsicherung bei jungen Talenten massiv.

Der aktuelle Zurich Business Travel Outlook 2026 zeigt: Wer seine Fürsorgepflicht jetzt nicht modernisiert, riskierte den Verlust seiner wichtigsten Nachwuchskräfte.“

Warum die Fürsorgepflicht bei der Gen Z scheitert

Geschäftsreisen im Jahr 2026 sind komplexer denn je. Laut der aktuellen Zurich-Studie unter 4.000 internationalen Reisenden sind Störungen zur Norm geworden. Besonders betroffen: die Generation Z. Während erfahrene Road-Warrior Routine im Krisenmanagement haben, offenbart die junge Generation gefährliche Wissenslücken.

Geschäftsreise 2026: Zwischen Notfall und „Bleisure“-Trend

Gen Z: Hohe Reisebereitschaft trifft auf UnsicherheitDie Ergebnisse zeichnen ein deutliches Bild: Knapp ein Drittel (32 %) der Gen Z gibt an, im Falle eines Notfalls im Ausland nicht zu wissen, was zu tun ist.

Gleichzeitig reist diese Gruppe häufiger international und kombiniert den Business-Trip oft mit privaten Urlaubstagen (Bleisure). Dieser Trend schafft rechtliche Grauzonen, in denen der herkömmliche Versicherungsschutz oft endet.

Neben logistischen Pannen sorgen sich junge Mitarbeiter verstärkt um ihre psychische Gesundheit auf Reisen. Für sie ist der Business-Trip kein Privileg, sondern eine Belastungsprobe, die nach aktiver Unterstützung verlangt.

Komplex und kompliziert: Fürsorgepflicht & Geschäftsreise

Hier kommt die Fürsorgepflicht (Duty of Care) der Arbeitgeber ins Spiel. Sie ist längst kein bürokratisches Anhängsel mehr, sondern ein entscheidendes Instrument der Mitarbeiterbindung. Die Studie belegt den Ernst der Lage:

  • 60 % der Befragten würden kündigen, wenn sie das Gefühl haben, ihre Sicherheit habe für den Chef keine Priorität.
  • 58 % fordern explizit mehr Engagement ihres Arbeitgebers beim Reiseschutz.
  • 32 % der Gen Z wissen im Notfall im Ausland nicht, was zu tun ist.
  • 81 % setzen 2026 auf „Bleisure“ (Kombination aus Business & Urlaub).

Bindung statt Kündigung: Reiseschutz als Employer Branding

„Unternehmen müssen in proaktive Unterstützung investieren“, betont Cara Morton, CEO Global Business and Operations bei Zurich. Es reicht nicht mehr aus, im Notfall eine Hotline anzubieten. Gefragt sind maßgeschneiderte Konzepte, die den modernen Mix aus Arbeit und Freizeit abdecken und junge Mitarbeiter gezielt auf Risiken vorbereiten.

Wer die Generation Z halten will, muss Sicherheit als Teil des „Employer Brandings“ begreifen. Ein moderner Reiseschutz schützt nicht nur die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern sichert die Widerstandsfähigkeit des gesamten Unternehmens.


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