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Neuseeland will alle Passwörter sehen

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Neuseeland will von Geschäftsreisenden und Touristen bei der Einreise alle Passwörter sehen (Foto: Pixabay)
Neuseeland will von Geschäftsreisenden und Touristen bei der Einreise alle Passwörter sehen (Foto: Pixabay)

Geschäftseisende und Touristen, die nach nach Neuseeland fliegen, sollten ihre Datenträger zu Hause lassen. Seit Anfang Oktober dürfen Zollbeamte an Flughäfen in Neuseeland die Herausgabe elektronischer Geräte wie Smartphones, Laptops oder Wearables sowie sämtliche dazugehörigen Passwörter, Fingerabdruck- oder Face-ID fordern.

Wie Radio New Zealand berichtet, verleiht das neu in Kraft getretene Gesetz „Customs and Service Act 2018“ den neuseeländischen Zollbeamten – ähnlich wie in den USA – weitreichende Befugnisse.

Wer den Zollbeamten den Zugriff auf die mitgeführten Geräte verwehrt, muss mit einer Geldstrafe von satten 5000 NZD, rund 2850 Euro, rechnen. Außerdem können die Sicherheitsbehörden die entsprechenden Geräte für eine forensische Untersuchung beschlagnahmen. Im vergangenen Jahr hatten die Grenzbehörden auf den neuseeländischen Airports an die 540 elektronische Geräte überprüft.

Bei der Ankunft muss jeder Reisende mit eingehenden Kontrollen – Durchsuchung des Gepäcks u. a. mit Spürhunden sowie Durchleuchtung – rechnen. Wer gegen die Einfuhrbestimmungen verstößt, erhält Geldstrafen – in der Regel mindestens 400 NZD, rund 230 Euro – und muss gegebenenfalls auch Haftstrafen oder Ausweisung in Kauf nehmen.

Was in Neuseeland nicht eingeführt werden darf

Neuseeland hat außerordentliche strenge Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel und andere pflanzliche und tierische Produkte, die ein Risiko für die indigene Flora und Fauna des Landes darstellen könnten. Reisende sind verpflichtet, bei der Einreise als Risiko in Frage kommende Produkte bzw. Gegenstände zu deklarieren. Dazu zählen u. a. alle Lebensmittel, Pflanzen, Saaten, Tiere und Tierprodukte sowie sonstige Organismen.

Auch gebrauchte Sport- und Campingausrüstung, Wander- und andere Sportschuhe, Gartengeräte und andere Gegenstände, denen Reste von Erdreich, Saaten oder Wasser anhaften könnten, sind zu deklarieren. Diese Liste ist nicht abschließend; ausführliche Informationen sind dem Internetauftritt des Quarantäne-Dienstes des Ministeriums für Primärindustrien zu entnehmen. Selbst das versehentliche Mitführen von Reiseproviant, z. B. ein einziger im Handgepäck vergessener, nicht-deklarierter Apfel, kann zu einer sofort fälligen, substanziellen Geldstrafe führen.

Einfuhrverbote beziehungsweise -beschränkungen bestehen u.a. für Waffen, so auch für bestimmte Arten von Messern. Weitere Informationen hält die neuseeländische Polizei bereit., Bei Ein- und Ausreise sind mitgeführte Bargeldbeträge (einschließlich Schecks, Reiseschecks, Geld- oder Postanweisungen, Wechsel und andere übertragbare Inhaberpapiere) anzuzeigen, soweit ihr Gesamtwert NZD 10.000 beträgt oder übersteigt.


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