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So werden Reisebüros im Internet betrogen

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Reisebüros als Opfer von Internet-Kriminellen
Immer mehr Reisebüros und Reiseanbieter geraten ins Fadenkreuz von Internetbetrügern. Auch Phishing, der Versuch über gefälschte World Wide Web-Seiten, E-Mail oder Kurznachrichten an Daten eines Internet-Benutzers zu gelangen und damit einen Identitätsdiebstahl zu begehen (Grafik: Tabor/Wiki C.)

Bei Reisebüros und Reiseanbietern fragen immer häufiger unbekannte Personen aus dem Ausland nach Reservierungen für Flüge und Hotels. Oft werden dabei kurzfristige und hochwertige Buchungen angefragt. Der vermeintlich attraktive Neukunde bietet an, seine Kreditkarteninformationen gleich hinterher zuliefern, sobald der Mail-Empfänger nähere Angaben zur möglichen Buchung gemacht hat.

„Vorsicht, das sind dreiste Betrugsversuche, auf die niemand mehr reinfallen sollte“, betont der ÖRV, aufgrund vermehrt auftretender Vorfälle in Reisebüros. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, auf solche Mails zu reagieren.

Häufig haben es die Betrüger auf die Erstattung der Flugtickets abgesehen. Sie bezahlen dabei mit gestohlenen Kreditkartendaten. Andere Betrüger agieren teilweise wie ein echtes Reisebüro und verkaufen ahnungslosen Kunden die so ergaunerten Flugtickets. Wenn der Kreditkarteninhaber den Diebstahl seiner Daten und den getätigten Kauf bemerkt und die Belastung seiner Karte zurückbuchen lässt, ist der Betrüger mit dem Geld längst untergetaucht.

ÖRV: „In solchen Fällen haftet weder die Fluggesellschaft noch ein Consolidator und auch nicht die Kreditkartengesellschaft, sondern alleine die buchenden Reisebüros.“ Ein teurer, bisweilen existenzgefährdender Fehler, der leicht vermieden werden kann. Ein Mail-Konto eines Freemail-Anbieters für eine geschäftliche Anfrage sollte kritisch hinterfragt werden, genauso eine fehlende Absender-Signatur. Generell ist mehr Vorsicht bei vermeintlichen Kundenanfragen angebracht.

Gefahr droht auch von anderen Mails, die angebliche Reise- und Buchungsbestätigungen oder elektronische Flugtickets enthalten. Die Mails von renommierten Fluggesellschaften sehen täuschen echt aus.

Der Empfänger wird darin aufgefordert, ein elektronisches Flugticket oder eine Buchungsbestätigung im Anhang der Mail herunterzuladen. Doch tatsächlich befinden sich im Anhang gefährliche Schadprogramme wie Computerviren oder Trojaner in Form von Zip-Dateien, die beim Öffnen aktiviert werden und verheerende Schäden verursachen.

Neben generellen PC-Sicherheitsvorkehrungen wie regelmäßigen Sicherheitsupdates und der Nutzung aktueller Virenscanner, sollte man auch hier auf seinen gesunden Menschenverstand vertrauen, rät der ÖRV.