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Wollen Piloten die Lufthansa kaputt streiken?

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Der Streik der Lufthansa-Piloten dauert immer länger. Weder der Konzern noch die Pilotengewerkschaft finden eine Lösung (Foto: iStock)
Streik der Lufthansa-Piloten geht weiter. Weder Konzern noch Gewerkschaft finden eine Lösung (Foto: iStock)
Sie streiken und streiken und streiken: Die Lufthansa-Piloten geben nicht nach, der Arbeitskampf wird wieder verlängert. Aber wie lange noch? Bis der Lufthansa-Konzern in die Knie geht, bis das Unternehmen die Schmerzgrenzen seiner wirtschaftlichen Kraft überschreitet?

Der neue Streik der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit bei der Lufthansa betrifft laut Unternehmen rund 180.000 Passagiere. Morgen,Dienstag, fallen 816 Kurzstreckenflüge aus, am Mittwoch 890 Flüge auf der Kurz-, Mittel- und Langstrecke, wie das Unternehmen heute mitteilte. Damit müssten morgen rund 82.000 und am Mittwoch etwa 98.000 Fluggäste umplanen.

Wegen des Pilotenstreiks hatte die Lufthansa bereits in der vergangenen Woche 2.800 Flüge streichen müssen. Die Vereinigung Cockpit hatte Ausstände von Mittwoch bis Samstag organisiert. Insgesamt sind an den sechs Streiktagen seit vergangenem Mittwoch mehr als 525.000 Passagiere von insgesamt 4.461 Flugausfällen betroffen.

Die Group Airlines Eurowings, Germanwings, SWISS, Austrian Airlines, Air Dolomiti und Brussels Airlines werden nicht bestreikt. Auch die Piloten von Lufthansa Cargo sind nicht zu diesem Streik aufgerufen. Flüge von und nach Deutschland, die andere Airlines der Lufthansa Group anbieten, werden planmäßig starten.

Für Kunden, deren Flug streikbedingt ausfällt, besteht die Möglichkeit, einmalig kostenfrei umzubuchen oder zu stornieren. Ebenso können Fluggäste einmalig kostenfrei umbuchen, sofern sie an den vom Streik betroffenen Tagen ein Ticket für einen Flug mit Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines von, nach und über Deutschland haben. Für innerdeutsche Ziele gibt es die außerdem die Möglichkeit, das Flugticket in einen Voucher der Deutschen Bahn zu tauschen.

„Leider hat ein kurzfristig anberaumtes heutiges Spitzengespräch zum Vergütungstarifvertrag kein Ergebnis gebracht. Es liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Lufthansa zur Vergütung der Piloten vor, so dass die Arbeitskampfmaßnahmen weitergeführt werden müssen“, so Jörg Handwerg, Mitglied des VC-Vorstandes. „Es ist völlig unverständlich, dass ein Tarifpartner sich nach wie vor strikt weigert zumindest ein Angebot vorzulegen auf dessen Basis man verhandeln kann.“

Die VC bedauert die Auswirkungen auf die betroffenen Passagiere, Kabinenbesatzungen und Bodenmitarbeiter. Passagiere mögen sich hinsichtlich ihrer geplanten Flugverbindungen bitte direkt an Lufthansa wenden, da nicht alle Flüge bei den Konzerntöchtern bestreikt werden und nur das Unternehmen selbst sagen kann, welche Flüge durchgeführt werden.

Geschäftsreisende und Urlauber, deren Flüge storniert oder annulliert wurden, pochen auf ihre Fluggastrechte und wollein von der Lufthansa eine Entschädigung.

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