Start Airlines Lufthansa Group muss 32 Flieger stilllegen

Lufthansa Group muss 32 Flieger stilllegen

2146
2
TEILEN
Lufthansa Group muss Flugbetrieb wegen Corona-Krise reduzieren
Lufthansa Group muss Flugbetrieb wegen Corona-Krise reduzieren: Ein Airbus A380 D-AIMB LHT Frankfurt geparkt mit Engine Cover (Foto: Lufthansa Group)

Die Lufthansa Group hat ein erstes Restrukturierungspaket beschlossen. Vorläufig werden 32 Flugzeuge stillgelegt. Der Grund: Deutlicher Nachfragerückgang bei Flugreisen wird auch für die Zeit nach Coronakrise erwartet. Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG erwartet keine schnelle Rückkehr der Luftfahrt auf das vorherige Niveau.

Nach Einschätzung des Vorstands wird es Monate dauern, bis die globalen Reisebeschränkungen vollständig aufgehoben sind und Jahre, bis die weltweite Nachfrage nach Flugreisen wieder dem Niveau vor der Krise entspricht.

Auf Basis dieser Einschätzung hat der Vorstand der deutschen Fluglinie jetzt weitreichende Maßnahmen beschlossen, um die Kapazität der Flugbetriebe sowie der Administration längerfristig abzusenken. Die heute gefassten Beschlüsse betreffen nahezu alle Flugbetriebe der Lufthansa Group.

  • Bei der Lufthansa Airline werden sechs Flugzeuge vom Typ Airbus A380 und sieben Flugzeuge vom Typ A340-600 sowie fünf Boeing 747-400 stillgelegt. Hinzu kommen auf der Kurzstrecke elf Airbus A320. Die sechs A380 waren ohnehin ab 2022 für den Verkauf an Airbus vorgesehen. Die Ausflottung von sieben A340-600 und fünf Boeing 747-400 wurde vor dem Hintergrund der nachteilhaften Ökoeffizienz und Wirtschaftlichkeit dieser Flugzeugtypen entschieden. Mit diesem Schritt reduziert Lufthansa ihre Kapazitäten an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München.
  • Zusätzlich wird Lufthansa Cityline drei Flugzeuge vom Typ Airbus A340-300 aus dem Betrieb nehmen. Seit 2015 hatte die Regionalfluglinie vor allem touristische Langstreckenziele für Lufthansa angeflogen.
  • Die Eurowings wird ebenfalls die Zahl ihrer Flugzeuge weiter reduzieren. So sind im Bereich der Kurzstrecke zusätzlich zehn Airbus A320 zur Ausflottung vorgesehen.
  • Das Langstreckengeschäft der Eurowings, das kommerziell von Lufthansa verantwortet wird, soll ebenfalls verkleinert werden.
  • Zudem soll die bereits vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, nun beschleunigt umgesetzt werden. Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet. Alle daraus resultierenden Optionen sollen mit den Sozialpartnern besprochen werden.


  • Die bereits begonnenen Restrukturierungsprogramme bei Austrian Airlines und Brussels Airlines werden durch die Coronakrise nochmals verschärft. Beide Gesellschaften arbeiten unter anderem an der Reduzierung ihrer Flotten.

    Auch SWISS International Airlines wird ihre Flottengröße durch die verzögerte Auslieferung von bestellten Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen anpassen und prüft zudem die vorgezogene Ausmusterung älterer Flugzeuge.

    Die Passagier-Airlines der Lufthansa Group haben darüber hinaus bereits nahezu alle Wetlease Vereinbarungen mit anderen Fluggesellschaften gekündigt.

    Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von dem Restrukturierungspaket betroffen sind, gilt weiter das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group zu bieten. Dafür sollen mit den Sozialpartnern zügig Gespräche vereinbart werden, um unter anderem über neue Beschäftigungsmodelle zur Sicherung von möglichst vielen Arbeitsplätzen zu sprechen.


    Sie möchten mehr über Luftfahrt erfahren? Sie interessieren sich für Business Travel? Hier klicken und Sie bleiben mit dem TB-Newsletter up to date!