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Piloten im Cockpit sollen eingespart werden

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Sekundenschlaf im Cockpit gefährdet Passagiere. Bild zeigt zwei Piloten im beleuchteten Cockpit vor Start zu einem Nachtflugflug
Der Sekundenschlaft im Cockpit wird zum Sicherheitsrisiko für die Passagiere (Foto: Skeeze on Pixbay)

Globale Pilotenverbände bilden Koalition gegen „Reduced Crew Operations.“ Aus Europa ist der Dachverband European Cockpit Association (ECA) dabei, in dem auch die Vereinigung Cockpit (VC) eine Rolle spielt. Die Koalition setzt sich gegen Pläne von Fluggesellschaften und Herstellern ein, die aus Kostengründen Piloten im Cockpit einsparen wollen.

Die VC setzt sich aus Sicherheitsgründen seit Jahren für die Beibehaltung einer Mindest-Cockpitbesatzung von zwei Personen ein und schließt sich der von IFALPA, ECA und ALPA gegründeten Koalition an.

VC-Präsident Stefan Herth: „Wir Pilotinnen und Piloten kämpfen dafür, dass das Fliegen sicher bleibt! Beim ECA Presidents‘ Meeting am 23. und 24. März haben wir „Reduced Crew Operations“ für unsere Verbände gemeinsam zu einem Top-Thema erklärt.“

Herth: „Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass immer mindestens zwei gut ausgebildete und erfahrene Piloten im Cockpit ihren Dienst tun. Nur so können wir das extrem hohe Level an Flugsicherheit aufrecht erhalten. Für uns gilt immer „Safety First„! Kommerzielle Interessen müssen bei Sicherheitsfragen hintenanstehen. Deshalb schließen wir uns unseren Dachverbänden vollumfänglich an!“

Einige Flugzeughersteller und Airlines betreiben mittlerweile dennoch eine aggressiv geführte Lobbykampagne, die auf Regulierungsbehörden in der ganzen Welt abzielt. Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA hat sich bereits offen gegenüber Vorschlägen zur Reduzierung von Cockpit-Besatzungen gezeigt.  

Trotz technologischer Entwicklungen im Bereich der Automatisierung bleiben aus Sicht der weltweiten Pilotenverbände zwei Piloten im Cockpit die wichtigsten Sicherheitsmerkmale beim Fliegen. Flugzeuge, ihre einzelnen Systeme, die Vorschriften und Standards, die für den Flug gelten und die Verfahren, die die Piloten befolgen sind für ein mindestens zwei Personen umfassendes Team im Cockpit konzipiert.

Abweichungen von dieser Logik führen zwangsläufig zu einem Verlust von Sicherheitspuffern. Piloten eliminieren Systemausfallszenarien und fungieren als kritischer Ersatz für ausgefallene Systeme an Bord, überbrücken technologische Lücken und passen sich in Echtzeit und in der realen Umgebung an unvorhergesehene Situationen und Notfälle an. Technologie, egal wie hoch entwickelt, ist kein Ersatz für Piloten im Cockpit.

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