Start Business Mobile Payment statt Bargeld auf Reisen

Mobile Payment statt Bargeld auf Reisen

2266
0
TEILEN
In Zeiten von Corona wird die Bezahlmöglichkeit „Mobile Payment“ von Geschäftsreisenden bevorzugt (Foto: Markus Winkler, Pixabay)
In Zeiten von Corona wird „Mobile Payment“ von Geschäftsreisenden bevorzugt (Foto: Markus Winkler, Pixabay)

Die Angst vor einer Virusinfektion verschafft „Mobile Payment“ einen neuen Aufschwung. So sind seit den Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen rund um COVID-19 digitale Bezahlmöglichkeiten in den Vordergrund gerückt.

Laut einer aktuellen Studie „Chefsache Business Travel 2020“ wollen zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland wollen auf Geschäftsreisen künftig mit einem mobilen Endgerät zahlen, fast genauso viele mit Online-Diensten.

Das Bargeld, das vor einem Jahr noch 50 Prozent genutzt haben, findet jetzt nur noch bei 31 Prozent der Befragten Anklang. Auch andere digitale Tools gewinnen in dieser Zeit an Beliebtheit, Berührungsängste wurden abgebaut.

Laut dieser DRV-Studie ist „Mobile Payment“ wegen Corona auf Geschäftsreisen immer beliebter. An erster Stelle der genutzten Bezahlmethoden auf beruflichen Reisen stehen virtuelle und andere digitalen Bezahlmöglichkeiten, wie etwa mobile Wallets, in denen Corporate Cards hinterlegt werden können. 65 Prozent der Geschäftsreisenden möchten künftig mit einem mobilen Endgerät bezahlen, vor einem Jahr gaben das nur 17 Prozent an.

Noch vor einem Jahr landeten an erster Stelle die Firmen-Kreditkarte, direkt gefolgt vom Bargeld. Sicherheits- und Hygienegesichtspunkte durch Corona gaben auch anderen Zahlungsmitteln einen kräftigen Schub: Derzeit liegen Online-Bezahldienste wie Paypal mit 57 Prozent mit großem Abstand an zweiter Stelle.

Die Bezahlmöglichkeit mit „Mobile Payment“ bietet den Vorteil der kontaktlosen Handhabung mit geringerem Ansteckungsrisiko. Auch die persönliche Kreditkarte (37 Prozent) und die EC-Karte (35 Prozent) lassen sich oftmals mit wenig Kontaktpunkten an den Scanner halten. Bargeld mit der dazugehörigen Berührung möchte hingegen nur noch jeder Dritte nutzen.

Mobile Payment liegt im Trend und boomt

Aus Angst  vor einer Virus-Infektion wird das Mobile Payment öfters benutzt (Infografik: DRV)
Aus Angst vor einer Virus-Infektion wird das Mobile Payment öfters benutzt (Infografik: DRV)

Vor einem Jahr bevorzugte jeder zweite Geschäftsreisende unterwegs Münzen und Scheinen. Die Liebe zum Bargeld war auch bei Dienstreisenden vor Beginn der Corona-Pandemie ungebrochen. Digitale Optionen waren vor einem Jahr eher Zukunftsmusik. Vor der Corona-Krise nutzte nicht einmal jeder Dritte „Mobile Payment“. Im Vergleich zu 2019 war die Nutzung zu Beginn des Jahres immerhin um zwölf Prozentpunkte auf 29 Prozent gestiegen.

Besonders gut kam das Angebot bei Frauen an. Während 37 Prozent von ihnen „Mobile Payment“ nutzten, waren es bei den Männern nur 21 Prozent. Das Hauptargument gegen die Technik war damals mangelndes Vertrauen. 36 Prozent der Geschäftsreisenden bezahlten deshalb noch nicht mit mobilen Geräten. Weitere 19 Prozent sagten, dass sie sich damit nicht auskennen würden.

Zusätzlich zu der neuen Akzeptanz von „Mobile Payment“ sind Geschäftsreisende durch Auswirkungen der Corona-Pandemie auch offener für andere digitale Innovationen, vor allem für eine App zur Übermittlung von Gate- und Verspätungsinfos auf das Smartphone. 81 Prozent der Befragten können sich aktuell vorstellen, eine solche App zu nutzen. Darüber hinaus würden 76 Prozent eine App verwenden, die sie bei der Sicherheitskontrolle zur Warteschlange mit der geringsten Wartezeit lotst.

„Die Sorge vor der Ansteckung drängt Berührungsängste vor der neuen Technologie in den Hintergrund. Daher beschleunigt die COVID-19 Pandemie die Nutzung bereits etablierter digitaler Angebote wie das digitale Bezahlen“, sagt Alexander Albert, Vice President Program Management EMEA bei BCD Travel.

Alexander Albert: „Aber auch die technische Angebotsvielfalt nimmt zu – sei es, dass künftig vermehrt Roboter an Flughäfen eingesetzt oder digitale Hotelschlüssel zum neuen Standard werden. Dieser Trend zeichnete sich bereits vor der Pandemie ab. Gepaart mit dem Gesundheitsaspekt hat die Entwicklung jetzt enorm an Fahrt gewonnen, denn Geschäftsreisende stehen diesen Angeboten nicht nur offener denn je gegenüber, sondern fordern sie sogar ein.“


Sie möchten mehr über Mobile Payment erfahren? Sie interessieren sich für Geschäftsreisen? Hier klicken und Sie bleiben mit dem TB-Newsletter up to date!