Start Airlines Die Luftfahrt bleibt weiter in Bewegung

Die Luftfahrt bleibt weiter in Bewegung

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Die Luftfahrt boomt weiter
Die Luftfahrt boomt weiter, der Flugmarkt wächst trotz geforderter Flugscham (Foto: confused_me auf Pixabay)

Die globale Luftfahrt befindet sich weiterhin im Aufwind. Das erklärte Alexis von Hoensbroech, CEO Austrian Airlines, in einem Referat bei der diesjährigen Jahrestagung österreichischer Travel Manager (abta) in Baden bei Wien.

„Die Luftfahrt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Derzeit fliegen pro Jahr 4 Milliarden Menschen. Das globale Passagieraufkommen verdoppelt sich seit 1970 in etwa alle 15 Jahre, und das nicht nur wegen Low Cost Carrier, sondern vor allem wegen der Menschen, die noch nie geflogen sind: Von 5 Leuten saßen 4 noch nie in einem Flugzeug“.

Weniger gut sei, so von Hoensbroech, dass sich die Luftfahrt nur beschränkt für Investments infolge ausgeprägter Zyklen und des enorm großen Kapitaleinsatzes, der in dieser Branche erforderlich sei, eigne.

Auch der Luftraum kennt Grenzen

Die fünf großen Airlines Europas von insgesamt 250 erwirtschaften mit 51 Prozent Marktanteil eine Rendite von nur 6,5 Prozent. In Nordamerika beherrschen die „Big 5“ rund 78 Prozent des Marktes und kommen immerhin auf eine Rendite von 13,2 Prozent.

Eine große Herausforderung für die Airlines ist auch der begrenzte Luftraum. Dadurch verschlechtere sich die Pünktlichkeit, was an dem gewaltigen Wachstum in Europa aber zum Teil auch am Wetter liege. Es ergebe sich ein Problem der Slotverteilung in den immer enger werdenden Lufträumen.

Alexis von Hoensbroech: „Die schlechte Pünktlichkeitsrate (2018: 76 Prozent) lässt sich nicht gut verbessern. Diese schwierigen Rahmenbedingen werden noch die nächsten Jahre andauern.“ Die LH Gruppe habe durch Bereitstellung von 37 Reserveflugzeugen für diesen Sommer jedenfalls vorgesorgt. Eine weitere Herausforderung sei der Klimaschutz.

Die Luftfahrt und ihr grünes Ziel

Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech, (Foto: Michèle Pauty)
Austrian Airlines CEO Alexis von Hoensbroech: „Die Luftfahrt bleibt weiter in Bewegung“ (Foto: Michèle Pauty)
„Die Luftfahrtindustrie ist der einzige globale Verkehrsträger, der sich eigene Ziele gesetzt hat“, so von Hoensbroech. Bis 2050 soll der CO2-Ausstoß um die Hälfte reduziert werden, dass hängt aber von der technischen Entwicklung ab.

Der österreichische Markt und der Flughafen Wien weise im Gegensatz zu den vergleichbaren Flughäfen München und Düsseldorf eine starke Nachfragestruktur mit einem hohen Anteil an Touristen aus, überdies eine starke Saisonalität – im Sommer hoch, im Winter niedrig –, daher schreibe man im Winter meist Verluste.

Zudem komme ein hoher Anteil an Privatreisenden, die weniger bezahlen als Geschäftsreisende – dies führe dazu, dass die Preise durchschnittlich um 20 Prozent niedriger seien als in München, die Kosten aber höher.

Billigflieger setzen Airlines unter Druck

Alexis von Hoensbroech: „Austrian hat sich daher schwer getan, schwarze Zahlen zu schreiben.“ Zudem sei Österreich ein sehr zentral aufgestelltes Land, die Flugreisen-Verteilung ist viel mehr Hauptstadt-lastig als in Deutschland: 85 Prozent aller Passagiere besteigen ihr Flugzeug in Wien, nur 15 Prozent in anderen Flughäfen, so der CEO.

Wien werde derzeit stark von Low Cost Carrier umkämpft, es gebe ein Wachstum von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die AUA erziele daher im Kontinentalgeschäft schlechtere Ergebnisse, positioniere sich aber als erfolgreicher Hub Carrier in Wien, biete attraktive Angebote, verbinde Österreich mit Europa und der Welt.

Ziel sei es, so Alexis von Hensbroech, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Bei Netzwerk und Flotte werde die Komplexität reduziert, das Angebot hingegen sogar erhöht. Wien solle größere Flugzeuge erhalten, als Erfolgsfaktoren nennt von Hoensbroech innovative Produkte und Servicequalität.

Das Segment Corporate Reisen bleibe eine zentrale Stütze der Lufthansa Group, das Firmengeschäft mache etwa 40 Prozent des Umsatzes aus. Das Wachstum liege bei 7 Prozent pro Jahr, etwas unterhalb der Privatreisen (9 Prozent).


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