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Wirtschaftsmission nach Indien und Bhutan

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Das AußenwirtschaftsCenter New Delhi organisiert vom 7. bis 14. September im Rahmen einer „Gemischten Kommission“ eine hochkarätige Wirtschaftsmission zum Thema „Industriezulieferungen“ nach Indien und Bhutan. Wer diese einzigartigen Märkte kennen lernen will, kann vor Ort mit den Entscheidungsträgern der öffentlichen Verwaltung (Ministerien), Experten sowie mit potenziellen Geschäftspartnern ins Gespräch kommen. Die beiden asiatischen Länder bieten österreichischen Exporteuren jede Menge geschäftliches Potenzial. Anmeldeschluss ist der Mittwoch, 31. Juli 2013.

Wenngleich das Wachstum der aufstrebenden Wirtschaftsnation Indien nachgelassen hat, rechnet man für 2013 und 2014 mit einem Plus von mindestens 6,5 Prozent.

Die Erkenntnis, dass die Industrie auch hierzulande das Standbein einer starken Wirtschaft ist, führt zu vielen Initiativen und Projekten, um dem starken Nachholbedarf an Maschinen und Technologien zu folgen.

Auch die stark wachsende kaufkräftige Mittelschicht, rund 350 Millionen, kurbelt den Bedarf ordentlich an. Hier sieht die Wirtschaftskammer große Chancen für österreichische Zulieferunternehmen.

Gujarat spielt eine wichtige Rolle für die indische Industrie – der Staat im Nord-Westen Indiens trägt rund 16 Prozent zur industriellen Produktion des Landes bei.

Eine Vielzahl indischer und internationaler Großkonzerne im Bereich der Industrie haben sich bereits dort angesiedelt und genießen das investitions- und wirtschaftsfreundliche Klima eines der am schnellsten wachsenden Bundesstaaten Indiens.

Bhutan, das kleine Königreich mit nur 740 000 Einwohnern wird in den nächsten Jahren rasant wachsen: Für 2013 rechnet man mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 8,5 Prozent und für 2014 sogar mit 8,8 Prozent. Das beeindruckende Wachstum ist vor allem auf Großprojekte im Wasserkraftsektor zurückzuführen.

Die bhutanische Regierung wird in Zukunft einen starken Fokus auf den gesamten Infrastrukturausbau des Landes legen: Für österreichische Unternehmen in den Bereichen Tunnelbau, Flughafen- und Straßenausbau sowie Energiegewinnung (Wasserkraft), aber auch in der Abfallwirtschaft, Bildung, Gesundheit, Tourismus und Holzindustrie ein großes Potenzial.

Mit der Aktualisierung der OECD-Länderklassifikationen per 28. Juni 2013 wurde erstmals auch für Bhutan eine Kategorie festgelegt: Bhutan erhielt die Länderklassifikation „6“, auf der Skala 0 (kein Risiko) – 7 (hohes Risiko). Damit hat das Königreich Bhutan den zweistufigen Aufnahmeprozess in die OECD-Vereinbarung absolviert. Dieser Prozess folgt zum einen dem Country Risk Assessment Model (CRAM) und bezieht u.a. Risikoindikatoren wie Zahlungsmodalitäten und Erfahrungen, sowie die finanzielle und wirtschaftliche Situation des Landes mit ein.

TRAVELbusiness-Info: Dr. Wolfram Moritz, Wirtschaftsdelegierter für Indien, steht in Delhi für Anliegen österreichischer Exporteure zur Verfügung (newdelhi@wko.at). Hier einige Businesstipps von ihm für Indien:

  • Zeit spielt in Indien eine völlig andere Rolle als in Österreich. Geschäftstermine mit indischen Partnern dauern oft länger, da man nicht sofort zur Sache kommt, sondern sich umständlich über Smalltalk dem eigentlichen Thema bzw. Geschäft nähert.
  • In Bangalore wird neben Englisch als offizielle Sprache auch Kannada gesprochen, nicht aber Hindi. Die Verständigung ist trotz der relativ guten Englischkenntnisse der Bevölkerung nicht immer unproblematisch.
  • Inder sind sehr herzliche Menschen, die gerne persönliche Kontakte aufbauen und Sie vermutlich auch zu sich nach Hause einladen werden. Seien Sie deshalb nicht erstaunt, es wäre eher ungewöhnlich, wenn Sie nicht eingeladen werden.
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