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Weiter höchster Terror-Alarm in Brüssel!

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Terroralarm der höchsten Stufe in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Sicherheitsbehörden befürchten Anschlag der IS-Terroristen (Foto: Marshall Rice, Pixabay)
Terroralarm der höchsten Stufe in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Sicherheitsbehörden befürchten Anschlag der IS-Terroristen (Foto: Marshall Rice, Pixabay)

Terroralarm der höchsten Stufe in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Sicherheitsbehörden befürchten Anschlag der IS-Terroristen (Foto: Marshall Rice, Pixabay)
Terroralarm der höchsten Stufe in der belgischen Hauptstadt Brüssel: Sicherheitsbehörden befürchten Anschlag der IS-Terroristen (Foto: Marshall Rice, Pixabay)
Belgien hat die Terrorwarnung für die Region Brüssel auf die höchste Stufe angehoben, berichten Nachrichtenagenturen. Regierungschef Michel warnt vor einem möglichen Anschlag mit „Waffen und Sprengstoff“. Der U-Bahnverkehr in der belgischen Hauptstadt ruht. Kommt der Tourismus zum Erliegen?

Der U-Bahn-Verkehr in Brüssel ist bis Sonntag eingestellt. Busse und Straßenbahnen fahren normal. Eine Entscheidung über die Wiederaufnahme des U-Bahn-Verkehrs erfolgt am Sonntag. Alle Großveranstaltungen wurden vorerst abgesagt. Museen und große Einkaufszentren sind derzeit geschlossen.

Im Zuge der aktuellen Ereignisse von Paris wurde in Belgien für Großveranstaltungen und für Gebäude, in denen internationale oder EU-Organisationen untergebracht sind, die Warnstufe erhöht. Mit verstärkten Personen- und Verkehrskontrollen ist zu rechnen. Es wird auch empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und die Anordnungen der belgischen Behörden zu befolgen.

Der belgische Premier begründet die höchste Warnstufe 4 mit einer höheren Gefährdung. Regierungschef Charles Michel sprach von der Gefahr eines möglichen Anschlags mit „Waffen und Sprengstoff“. Man habe ausreichende Informationen, um einschätzen zu können, dass die Gefahr eindeutig und unmittelbar sei, fügte Außenminister Didier Reynders hinzu.

In Brüssel tagte am Vormittag der nationale Sicherheitsrat, in dem sich Regierungsmitglieder mit Polizei und Sicherheitskräften über das weitere Vorgehen absprechen.

Bereits am Samstagmorgen hatte das nationale Krisenzentrum Ocam erklärt, nach einer „neuen Überprüfung“ der Lage gelte nun für die Hauptstadt Brüssel die höchste Warnstufe. Für den Rest des Landes wird weiterhin von der zweithöchsten Stufe 3 ausgegangen, was einer „möglichen und wahrscheinlichen“ Bedrohung entspricht.

Das Krisenzentrum empfiehlt der Bevölkerung und allen Besuchern, Einkaufszentren, Konzerte oder Bahnhöfe zu meiden. Die Brüsseler U-Bahn bleibt diesen Samstag komplett geschlossen. Betroffen ist nur die Metro. Busse, Straßenbahnen und Züge verkehren weiterhin. An den Bahnhöfen werden Passagiere verstärkt kontrolliert. Das Brüsseler Musikfestival Sound/Check, bei dem 130 Musiker in einer Konzerthalle in der Brüsseler Innenstadt auftreten sollten, ist abgesagt.

Belgische Medien berichten, dass die höhere Terrorwarnstufe mit der Fahndung nach dem Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris zusammenhänge. Laut Deutscher Welle (DW) stehe Belgien im Fokus der Ermittlungen bei der Suche nach Hintermännern und möglichen Tatbeteiligten der islamistischen Anschläge von Paris.

Der Grund: Mehrere Attentäter und flüchtige Verdächtige stammten aus Brüssel oder hatten Verbindungen dorthin. Ein Teil der Attentäter hat im Brüsseler Einwandererviertel Molenbeek gelebt, das als Hochburg belgischer Islamisten gilt.

Aus keinem anderen europäischen Land sind im Verhältnis zur Einwohnerzahl so viele Dschihadisten nach Syrien gezogen wie aus Belgien. Nach Schätzungen der Behörden machten sich bislang etwa 500 radikale Islamisten aus dem Elf-Millionen-Einwohner-Land auf den Weg in den Nahen Osten.

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