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Austrian Airlines fliegen im Plus und Minus!

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Mit Austrian Airlines fliegen immer mehr Reisende, aber trotzdem gibt es für 2018 ein Minus (Foto: Hannes Winter, Austrian Airlines)
Mit Austrian Airlines fliegen immer mehr Reisende, trotzdem gibt’s für 2018 ein Minus (Foto: Hannes Winter)

Hohe Nachfrage, aber teurer Treibstoff und harter Wettbewerb: Die Austrian Airlines fliegen im Plus und im Minis. Die Lufthansa-Tochter hat im Geschäftsjahr 2018 ein „Adjusted EBIT“ von 83 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Rückgang von elf Prozent zum Vorjahr. Passagierseitig gelang es Austrian Airlines allerdings erneut, einen Rekord aufzustellen:Österreichs Flag-Carrier beförderte 13,9 Millionen Passagiere. Das ist ein Plus von acht Prozent. Der Umsatz ist auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen.

CFO Wolfgang Jani: „Wir freuen uns über den erneuten Passagierrekord. Trotz zunehmender Billig-Konkurrenz entscheiden sich immer mehr Menschen, mit Austrian Airlines zu fliegen. Ergebnisseitig spüren wir jedoch gleichzeitig den Wettbewerb. Außerdem belasten uns die hohen Treibstoffpreise.“

Daten, Zahlen und Fakten im Detail

Die Umsatzerlöse sind zwar rechnerisch um acht Prozent auf 2.178 Millionen Euro gesunken, ebenso die Gesamterlöse, die auch um acht Prozent auf 2.255 Millionen Euro abgenommen haben. Bereinigt nach Anwendung des neuen internationalen Buchhaltungsstandard IFRS 15 konnten aber Umsatz um fünf und Erlöse um vier Prozent gesteigert werden.

Die betrieblichen Aufwendungen sind um acht Prozent auf 2.172 Millionen Euro gesunken, bereinigt um den IFRS 15 Effekt aber um fünf Prozent gestiegen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Treibstoffkosten, die um 16 Prozent oder 61 Miullionen Euro auf 442 Millionen Euro gestiegen sind. Die „Tankrechnung“ ist mit rund 20 Prozent somit auch eine der größten Positionen auf der Aufwandsseite.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT), die im Konzern wichtigste Kennzahl, ist um 11 Prozent oder zehn Millionen Euro auf 83 Millionen Euro gesunken. Die Adjusted EBIT Marge ist dadurch von 3,9 Prozent auf 3,8 Prozent gefallen.

Mit 40,5 Millionen Euro schlägt sich zudem ein Sondereffekt aus der geänderten Bilanzierung von Triebwerksüberholungen zu Buche. Ohne diesen Effekt wäre das Adj. EBIT um 55 Prozent gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), in dem auch Bewertungsgewinne aus Flugzeug(teile-)verkäufen enthalten sind, ist von 100 Millionen Euro um 10 Prozent oder 10 Millionen Euro auf 90 Millionen Euro gesunken.

Verdichtungen und Aufstockungen

Streckenseitig ziehen die Austrian Airlines eine gute Bilanz ihrer Langstrecken-Entscheidung: 2018 hat sie bekannterweise nicht gut funktionierende Fernziele wie Colombo, Havanna oder Hongkong eingestellt und bestehende Nordamerika-Verbindungen verdichtet.

„Diese Strategie dürfte aufgehen, die Vorausbuchungen für den Sommer 2019 schauen sehr gut aus“, unterstreicht der Austrian-Chef. Ab Ende März bzw. Ende April wird außerdem wieder Tokio an das Austrian Netz angebunden und die kanadische Stadt Montreal neu angeflogen.

Das Flottenwachstum und die Verbesserung des Produktangebots machen sich auch in den Passagierzahlen bemerkbar: Austrian Airlines hat in 2018 insgesamt 13,9 Millionen Passagiere befördert, was einen erneuten Passagierrekord seit Gründung im Jahr 1957 bedeutet.

Mit Austrian Airlines fliegen Reisende gerne

Eine Million oder acht Prozent mehr Menschen sind 2018 mit Austrian Airlines geflogen. Das Angebot gemessen in angebotenen Sitzkilometern (ASK) wurde um sechs Prozent erhöht. Trotzdem hat es das Unternehmen geschafft, das erhöhte Angebot besser abzusetzen: Die Auslastung (=Passagierfaktor) ist mit 79,3 Prozent ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (76,8 Prozent) gelegen.

Austrian Airlines hat 2018 mit 83 Flugzeugen 150.963 Flüge absolviert. Das sind durchschnittlich 414 Flüge am Tag. Die Regelmäßigkeit hat 98,0 Prozent betragen, die Ankunftspünktlichkeit lag bei 77,2 Prozent.

Der Personalstand der Austrian Airlines lag zum Stichtag 31. Dezember 2018 bei 7.083 Mitarbeitern (2017: 6.914 Mitarbeiter). Das Plus von 169 Mitarbeitern oder zwei Prozent ist hauptsächlich auf die Aufnahme von Flugbegleitern zurückzuführen.

2019 ist Jahr mit Herausforderungen

Für 2019 erwartet Austrian Airlines aufgrund des starken Low Cost Wettbewerbs am Flughafen Wien und der anstehenden Investitionen in Flugzeuge, Digitalisierung der Arbeitsplätze sowie Produktinvestitionen ein herausforderndes Jahr.

CEO Alexis von Hoensbroech: „Die vorgestellte Strategie DriveTo25 wird uns den Ergebnisschub für die notwendige Investitionsfähigkeit bringen. Die Strategie sieht gleichzeitig Restrukturierungsmaßnahmen und Investitionen vor. Dazu kommt der verschärfte Wettbewerb in Wien. Wir rechnen daher mit einem schwächeren Jahr 2019.“

Weil immer mehr Reisende mit Austrian Airlines fliegen, plant die österreichische Lufthansa-Tochter ihre Mittelstreckenflotte bis 2021 um zehn Flugzeuge aufzurüsten und dafür über 200 Millionen Euro zu investieren. In Summe wird das Angebot in Wien dadurch um über zehn Prozent ausgebaut. Gleichzeitig wird Austrian Airlines ihre Turboprop-Maschinen früher als geplant ausflotten.

Im Jänner und Februar 2019 hat Austrian Airlines in Summe rund 1,6 Millionen Passagiere befördert. Das entspricht einem Anstieg von 7,5 Prozent. Das Angebot gemessen in ASK wurde um 9,8 Prozent erhöht. Die verkauften Sitzkilometer stiegen um 9,4 Prozent im Vergleich zu den ersten zwei Monaten des Vorjahres. Die Auslastung blieb mit 70,9 Prozent, einer kleinen Verringerung von 0,3 Prozentpunkten, stabil. Die Anzahl der von Austrian Airlines durchgeführten Flüge wurde im Jänner und Februar 2019 um 4,8 Prozent auf 17.828 erhöht.


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