Start Reisetipps Was Sie in Barcelona jetzt beachten müssen!

Was Sie in Barcelona jetzt beachten müssen!

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Das deutsche und österreichische Außenministerium warnen Reisende vor den gewalttätigen Demonstrationen in Barcelona (Foto: Antonia Cansino, Pixabay)
Das deutsche und österreichische Außenministerium warnen Reisende vor den gewalttätigen Demonstrationen in Barcelona (Foto: Antonia Cansino, Pixabay)

Steinwürfe, Barrikaden, Chaos: In Barcelona herrscht dicke Luft. Seit der Verkündung der rigorosen Urteile im Prozess gegen zwölf katalanische Uunterstützer für die Unabhängigkeit der Region am 14. Oktober 2019 brodelt es in der 5,5 Millionen-Metropole. Es kommt immer wieder zu großen und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und den Sicherheitsbehörden.

Die Demonstrationen konzentrieren sich unter anderem auf das Stadtzentrum von Barcelona, die Verbindungsstrecken zum Flughafen Barcelona-El Prat und den Bahnhof Barcelona-Sants.

Die gewaltsamen Proteste im Katalonien-Konflikt schädigen das Image von Barcelona. Immer mehr Touristen und Geschäftsreisende meiden die Millionenmetropole, Kreuzfahrer steuern lieber Ibiza an. Spaniens größte Hotelkette Melia beklagt nach Medienberichten bereits etliche Stornierungen, vor allem für Hotels im Zentrum und am Flughafen.

Reisende müssen mit beträchtlichen Behinderungen bei der Zufahrt und mit Verzögerungen bzw. Ausfällen von Flug- und Zugverbindungen rechnen. Die Stadtregierung von Barcelona hat deshalb eine Hotline eingerichtet, unter der man aktuelle Hinweise rhalten kann: +34 93 285 38 34.

Das deutsche und österreichische Außenministerium empfehlen, die Berichte der lokalen Medien zu beachten, Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden und im Anlassfall die Anweisungen der Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen.

Die Basilika „Sagrada Família“ in Barcelona ist eine von Antoni Gaudí im Stil des „Modernisme“ entworfenen Kirche. Sie  ist unvollendet. Mit dem Bau wurde 1882 begonnen und soll 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt werden (Foto: Pixabay)
Die Basilika „Sagrada Família“ in Barcelona ist eine von Antoni Gaudí im Stil des „Modernisme“ entworfenen Kirche. Sie ist unvollendet und soll 2026 zum 100. Todestag von Gaudí fertiggestellt werden (Foto: Pixabay)

Vorsicht in Barcelona und in anderen Städten!

Sowohl in größeren Städten, insbesondere in Barcelona und Madrid, als auch in den touristischen Zentren und Ausflugszielen auf den Balearen, entlang der Mittelmeerküste sowie auf den Kanaren ist Vorsicht vor Taschendiebstahl und Kleinkriminalität angebracht. In Barcelona hat es zuletzt eine Zunahme von Vorfällen mit Gewaltanwendung gegeben. Weiterhin sind Einbrüche in Ferienunterkünfte und Hotels zu beobachten.

Es wird Touristen und Geschäftsreisenden geraten, keine Wertgegenstände und nur wenig Bargeld bei sich zu tragen. Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate in Tourismuszentren und der Gefahren des Drogenmissbrauchs sollte bei Jugendreisen besonderer Wert auf professionelle Betreuung und Aufsicht gelegt werden.

In der Urlaubszeit kommt es häufig zu Überfällen auf Touristen entlang der spanischen Autobahnen (insbesondere auf der A 7 zwischen der französisch-spanischen Grenzstation La Jonquera und Barcelona, aber auch danach).

Die Betroffenen werden dabei von einem oder zwei auf gleicher Höhe fahrenden Fahrzeugen, häufig auch mit einem deutschen oder einem anderen ausländischen Kennzeichen, durch Hupen oder durch Werfen von Steinen auf vermeintliche oder tatsächliche Schäden am Fahrzeug (z. B. absichtlich herbeigeführte Reifenpanne) hingewiesen und es wird „Hilfeleistung“ angeboten.

Für den Fall des Verlustes sollten Fotokopien von Personaldokumenten zur Verfügung stehen. Bei Autofahrten wird empfohlen, die Türen während der Fahrt stets versperrt zu halten. Auf Autobahnen kommt es bei angeblichen technischen Problemen (Reifenpannen, offene Autotüren) häufig zu Raubüberfällen.

Derzeit gilt in Spanien die zweithöchste Terror-Warnstufe. Die staatlichen Sicherheitskräfte (Guardia Civil und Policía Nacional) wurden zur Sicherheit bestimmter Orte (Bahnhöfe, Flughäfen, Einkaufszentren, Museen usw.) verstärkt. Es wird zu besonderer Vorsicht geraten.


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