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Landeverbot für Airlines aus 18 CoV-Ländern

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Gesundheitsminister Rudi Anschober verhängt Landeverbot für Airlines aus 18 Covid-Risikodestinationen in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Innsbruck, um Covid-Pandemie einzubremsen (Foto: Flughafen Wien AG)
Gesundheitsminister Rudi Anschober verhängt Landeverbot für Airlines aus 18 Covid-Risikodestinationen in Wien, Linz, Salzburg, Graz, Klagenfurt und Innsbruck, um Covid-Pandemie einzubremsen (Foto: Flughafen Wien AG)

Die weltweiten Zuwächse an Corona-Neuinfektionen steigen täglich weiter an. Waren es im April und Mai rund 100.000 tägliche Neuinfektionen, so sind es mittlerweile rund 200.000 weltweit. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie setzt Österreich jetzt auch auf ein Landeverbot für alle Airlines aus den Covid-Risikogebieten.

Durften bisher Flugzeuge aus acht Staaten und einer Region Italiens nicht in Österreich landen, umfasst die Liste laut einer neuen Verordnung von Gesundheitsminister Rudolf Anschober bereits 18 Staaten.

Lediglich für die italienische Lombardei, die der Gesundheitsminister von der Risikoliste gestrichen hat, dürfen ab dem 16. Juli wieder Flugzeuge direkt nach Österreich fliegen.

Das Außenministerium hingegen rät nach wie vor auf seiner Website „vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Lombardei ab“ und hält die „partielle Reisewarnung der Sicherheitsstufe 5“ weiterhin aufrecht.

Für welche Destinationen das Landeverbot gilt

Das neue Landeverbot gilt für zehn neue Staaten: Ab Donnerstag, 16. Juli, dürfen Flugzeuge aus den Westbalkanländern Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro, Albanien sowie aus Bulgarien, Rumänien, der Republik Moldau und Ägypten nicht mehr in Österreich landen.

Deutliche Auswirkungen sind ab diesem Zeitpunkt auf das reduzierte Streckennetz der Austrian Airlines zu erwarten: Aktuelle Verbindungen aus Belgrad, Bukarest, Kairo, Podgorica, Sarajevo, Sibiu, Skopje, Sofia, Tirana und Varna nach Wien-Schwechat müssen zumindest bis Ende Juli gestrichen werden.

Für die schon bisher vom Landeverbot betroffenen Staaten wird sich einstweilen nichts verändern: Flüge aus Weißrussland, China, Großbritannien, dem Iran, Portugal, Russland, Schweden und der Ukraine nach Österreich sind weiterhin untersagt.

Landungen aus allen gelisteten Staaten bleiben in einigen Ausnahmekategorien möglich. Darunter fallen Flüge im Interesse der Republik Österreich, aber auch Landungen von Flugzeugen, die Frachten, Kranke, zu repatriierende Österreicher, Pflegepersonal oder Erntehelfer ins Land bringen.

Warum Austrian Airlines weiterhin von und nach den USA, dem globalen Pandemie-Hotspot, fliegen dürfen und nicht vom Landeverbot betroffen sind, wird vom Gesundheitsministerium auf Anfrage auf Anfrage von TRAVELbusiness mit der geringen Zahl der ankommenden Passagiere argumentiert.

„Wir haben insbesondere jene Länder auf die Liste der Landeverbote genommen, bei denen es ein intensives Verkehrsaufkommen gibt, um die Anzahl einreisender Personen aus RisikoGebieten zu minimieren. Dafür wurden diese Landeverbote ausgeweitet. Aus dem Balkan gibt es viele und regelmäßige Flugverbindungen, auch sind einige Cluster bereits durch Reiseaktivitäten in/aus dieser Region zurückzuführen. Flüge aus anderen RisikoGebieten werden weiterhin intensiv kontrolliert,“ sagt eine Sprecherin des Ministers.

Vermutlich spielen bei dieser Entscheidung auch Österreichs Wirtschaftsinteressen eine wichtige Rolle, insbesondere der 700 Millionen Euro schwere Deal mit der Lufthansa zur Rettung der Austrian Airlines vor einer drohenden Insolvenz.

Höhepunkt der CoV-Pandemie ist noch nicht erreicht

Besonders dramatisch sind die Zuwächse in den USA mit 59.000 bestätigten Fällen in den vergangen 24 Stunden auf insgesamt über 3,4 Millionen und 137.613 Toten, Brasilien (plus 24.800 auf 1,8 Mio.), Indien (plus 28.600 auf 850.000), aber auch Südafrika (plus 12.000 auf 276.000).

In Europa fallen vor allem Zuwächse am Westbalkan auf: unter anderem Serbien (plus 393 auf 18.360), Kosovo (plus 216 auf 4.931) und Bosnien und Herzegowina (plus 158 auf 6.877). Anschober: „Österreich wird daher seine Grenzkontrollen an den betroffenen Übergängen verstärkt fortsetzen.“

Geundheitsminister Rudi Anschober verhängt Landeverbot für 18 Corona-Virus-Risikoländer (Foto: © BKA, Christopher Dunker)
Geundheitsminister Rudi Anschober verhängt Landeverbot für 18 Corona-Virus-Risikoländer (Foto: © BKA, Christopher Dunker)

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Es war zu erwarten, dass in Phase 3 der Stabilisierung nach den zehn großen Öffnungsschritten regionale Ausbrüche erfolgen. Jetzt geht es darum, diese mit aller Kraft und regionalen Maßnahmen konsequent einzugrenzen, um weitere Ausbreitungen zu verhindern. Besonders betroffen ist weiterhin Oberösterreich mit mehreren Clustern, vor allem jenem im Bereich der Freikirchen.“


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