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Wie legal sind Online-Casinos in Österreich?

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Online-Casinos boomen wetweit – so auch in Österreich. Aber wie sieht die rechtliche Lage aus? (Foto: Pixabay)
Online-Casinos boomen wetweit – so auch in Österreich. Aber wie sieht die rechtliche Lage aus? (Foto: Pixabay)

Operettenmusik und Kaffeehaus-Kultur, Heuriger und Wiener Schmäh: Viele Begriffe und kulturelle Gepflogenheiten aus den Zeiten des Kaiserreichs sind mit Österreich noch heute untrennbar verbunden. Dazu gehört die Liebe zum gepflegten Spiel. Auch wenn Casinos in ihrer modernen Form nicht hier erfunden worden, so wurden seinerzeit Karten und Würfelspiele mit Begeisterung aufgenommen. Im 21. Jahrhundert bevorzugen viele Menschen in ganz Europa den virtuellen Besuch von Online-Casinos.

Der Grund: Diese haben rund um die Uhr geöffnet, jeder kann sie bequem vom eigenen Sofa aus sbesuchen und sie sind ein netter Zeitvertreib. Dazu kommt: Mit jedem Einsatz der Spieler bittet der österreichische Finanzminister die Glückspiel-Betreiber zur Kasse.

Glücksspiele sind auf Bundesebene geregelt. Das Glücksspielgesetz des Bundes, kurz GSpG, wird vom Finanzministerium durchgesetzt, das auch Lizenzen für Lotterien und Spielbanken vergibt.

Damit Spieler sich auf der sicheren Seite wissen, werden die Online-Casinos Österreichs auf der Webseite onlinecasinosoesterreich.at regelmäßig gründlich unter die Lupe genommen.

Zu den Tests gehören auch Hinweise auf den Datenschutz und die sichere Zahlung per Karte oder App. Schließlich möchte jeder sich im Vorfeld darauf verlassen können, dass man auch wirkliche Chancen hat und es mit rechten Dingen zugeht.

Online-Glücksspiel Gesetze in Österreich folgen dem normalen Glücksspielgesetz. Im Moment erlaubt Österreich auch noch den Zugang zu Online-Casinos, die in Österreich nicht lizenziert sind.

Poker online spielen erfreut sich weltweit großer Beliebtheit (Foto: Pixabay)
Just for fun: Viele Österreicher lieben es, als Zeitvertreib Poker online zu spielen (Foto: Pixabay)

Das schließt sowohl Webseiten komplett ohne Lizenz wie auch Webseiten, die Lizenzen aus anderen Ländern haben. Jedoch wird darüber gesprochen, solche Online-Casinos zu verbieten.

Sodass Anbieter von Online-Glücksspielen in Österreich nur eine Lizenz erhalten, wenn sie einen Sitz in Österreich haben und speziell für Österreich Spiele anbieten. Diese Bestimmungen haben die Zahl der internationalen Unternehmen, die sich hier niederlassen wollen, etwas eingeschränkt.

Poker wird seit 2013 auch als Glücksspiel in Österreich eingestuft, ganz zum Gegenteil zu Sportwetten. Diese fallen nicht unter das österreichische Online-Glücksspielgesetz und werden von Bundesland zu Bundesland anders geregelt.

Wie in den meisten europäischen Ländern ist Fußball auch in Österreich der beliebteste Sport und Fußball Wetten sind daher auch sehr beliebt. Die Österreichische Bundesliga kommt jedoch nicht gegen andere Ligen an. Daher erfreut sich die benachbarte deutsche Bundesliga einer großen Beliebtheit. Aufgrund des Klimas und der vielen Berge wird auch viel auf Wintersportarten gewettet, wie Eishockey, Langlauf oder Skifahren.

Welche Regelungen gibt’s in den Bundesländern?

  • Wien: Wettzeiten sind von 6 Uhr morgens bis Mitternacht begrenzt. Es sind keine Wetten auf Todesfälle, Verletzungen oder Hunderennen erlaubt.
  • Niederösterreich: Es gibt keine Einschränkungen.
  • Burgenland: Es gibt keine Einschränkungen.
  • Oberösterreich: Es gibt ein Wettlimit von 500 € und begrenzte Stunden von 6 Uhr morgens bis Mitternacht. Sie folgen den Regeln für Live-Wetten und erlauben keine Wetten auf Todesfälle oder Verletzungen.
  • Salzburg: Nur Wetten bis zu 500 € oder weniger sind erlaubt. Keine Wetten auf Tod, Verletzung, virtuelle Ereignisse, Pferderennen, andere Tierereignisse oder menschlichen Amateursport. Fußballwetten können auf die erste bis dritte Profiliga platziert werden.
  • Steiermark: Es gibt eine zeitlichen Beschränkungen, aber bei der Art der Wetten, die abgegeben werden können. Wetten auf Tod oder Verletzung und virtuelle Ereignisse sind nicht erlaubt. Darüber hinaus können Live-Wetten nur auf Halbzeit- und Endergebnisse sowie darauf, wer beim Fußball und Eishockey das nächste Tor erzielt, abgegeben werden.
  • Kärnten: Hier gelten die gleichen Regeln für Live-Wetten wie in der Steiermark. Es sind keine Wetten auf kriminelle Aktivitäten erlaubt und es kann nur von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts gewettet werden.
  • Vorarlberg und Tirol: In beiden Bundesländern sind Sportwetten von 6 Uhr morgens bis Mitternacht erlaubt. Manchmal können die Stunden für besondere internationale Ereignisse, wie bei einer Weltmeisterschaft oder den Olympischen Spielen, verlängert werden. Zudem sind Live-Wetten sind verboten.
  • Bestimmungen für Online-Casinos in Europa

    Auch in den Nachbarländern hat das Glücksspiel eine lange, elegante Tradition. Ähnlich wie in Österreich sieht zudem die Rechtslage für Online-Casinos jenseits der Landesgrenzen aus.

    Die Schweiz hat seit dem vergangenen Jahr das virtuelle Glücksspiel legalisiert, sofern es um Anbieter mit einer Lizenz aus der Schweiz geht. Diese Genehmigungen wurden an bereits etablierte Betreiber von staatlich lizenzierten landbasierten Casinos erteilt. Anbieter-Webseiten aus dem Ausland unterliegen einer Netzblockade.

    Nich überall in Europa sind die gesetzlichen Bestimmungen für das Online-Glückspiel gleich (Foto: Pixabay)
    Die gesetzlichen Bestimmungen für das Online-Glückspiel sind in Europa nicht überall gleich (Foto: Pixabay)

    In der Bundesrepublik Deutschland herrscht seit Mitte Oktober 2020 eine Übergangsregelung, die bis zum Inkrafttreten des neuen Glücksspiel-Länderstaatsvertrags am 1. Juli 2021 gilt.

    Danach werden die bislang außerhalb Schleswig-Holsteins als illegal eingestuften Online-Casinos erlaubt, solange sie sich an die deutschen Auflagen halten. Die sind in erster Linie auf den Jugendschutz und die Vermeidung von Suchtgefahr ausgerichtet.

    Wenn es um die Erteilung der endgültigen Lizenzen für Online-Casinos im kommenden Jahr geht, haben Bewerber nur eine Chance, wenn sie entweder vorher nicht in Deutschland aktiv waren oder nicht durch Regelverstöße auffällig geworden sind.

    Spieler, deren Verhalten als bedenklich geflaggt wird, werden in eine bundesweit geltende Sperrkartei aufgenommen, in die sich Zocker auch freiwillig eintragen lassen können. Pro Monat gilt zudem eine Höchstsumme von 1000 Euro im Monat für Online-Glücksspiel aller Art, vom Zahlenlotto bis zu Slotmaschinen.

    Sobald der neue Länderstaatsvertrag gilt, sollen auch in Deutschland nur noch Online-Casinos legal sein, die ihre Lizenz von der Regierung erhalten haben.

    Weil die Steuern und Glücksspielabgaben bei den virtuellen Spielbanken an die lizenzgebenden Länder fließen, profitieren die Staatskassen davon, dass Online-Spiel über eine Monopol-Regelung zu erlauben, wie einst zu Zeiten Maria Theresias.

    Der Europäische Gerichtshof hat auch kürzlich entschieden, dass die staatliche Glücksspielkontrolle Österreichs nach EU-Recht im Wesentlichen legal ist. Hinzu kommt die Gewissheit, dass sich dank Online-Checks die verschiedenen Casinos überprüft werden können und sich die Spannung tatsächlich einzig und allein auf die Spiele konzentriert.

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